Erfolgreiche Bauabnahme des Radwegekonzepts in Bad Bodenteich / Zwei Schilder fehlen noch

Auch die Fußgänger profitieren

Bürgermeister Edgar Staßar (von links), der stellvertretende Samtgemeindebürgermeister Frank Juchert, Bernd Hayduk vom Straßenverkehrsamt des Landkreises Uelzen, Bauausschussvorsitzender Wilhelm Reese, Planer Dankmar Alrutz und Wolfgang Bunten von der Landesbehörde begutachten die Radwege in Bad Bodenteich. Foto: Privat

Bad Bodenteich. Mit dem Ende der Bau- und Markierungsarbeiten auf der Neustädter Straße ist ein weiterer Schritt in der Umsetzung des Bad Bodenteicher Radwegekonzepts vollzogen worden.

Zwar fehlen noch einige Markieungsarbeiten im ort, aber nach sieben Wochen Bauzeit wurde am Dienstag die Baumaßnahme abgenommen.

„Das Radwegekonzept ist ausgereift so wie es jetzt ist“, sagt Bürgermeister Edgar Staßar. Zwei Schilder werden noch verändert, damit es verständlich wird. Doch schon jetzt finden die Radfahrer bessere Verbindungen, um den Ort zu durchfahren, ohne sich ständig auf der Landesstraße zu bewegen. „Ausgangslage der planerischen Überlegungen war die für die Radfahrer kritische Situation auf der vom Durchgangsverkehr stark belasteten Ortslage“, erinnert Planer Dankmar Alrutz von der Planungsgemeinschaft Verkehr GbR. Viele Radfahrer nutzten oft die schmalen Gehwege und Fußgänger wurden dadurch behindert – gerade für einen Kurort eine negative Situation, so Alrutz.

Das Radwegekonzept setzt sich aus mehreren Bausteinen zusammen:

• Schutzstreifen für den Radfahrer

Das laut Planer wichtigste Element im Zuge der Ortsdurchfahrt sind die Schutzstreifen auf der Fahrbahn. Sie dürfen von Kraftfahrzeugen nur ausnahmsweise überfahren werden und bieten deshalb für den Radfahrer einen „Schonraum zum Fahren“. Wegen des guten Sichtkontakts zwischen Auto- und Radfahrer sowie durch die regelmäßige Markierung von Fahrradsymbolen achten Autofahrer besser auf die Radfahrer. Wegen der geringen Fahrbahnbreite der Neustädter Straße und Hauptstraße konnten diese Schutzstreifen jeweils nur für eine Richtung angelegt werden.

• Umbau des Einmündungsbereichs Schostorfer Straße

Der überdimensionierte Einmündungsbereich der Schostorfer Straße wurde deutlich verkleinert. Dadurch gibt es jetzt mehr Platz für Fußgänger und Radfahrer und die Autos fahren langsamer. „Außerdem wurde eine neue Mittelinsel geschaffen, so dass man an dieser Stelle sicher die Straße überqueren kann“, freut sich Staßar. Von hier aus können Radfahrer über die verkehrsarme Straße Am Bullenkopf weiter fahren. Die bereits vorhandene Insel zwischen Schostorfer Straße und Distelkamp wurde entsprechend umgebaut. Im Bereich des Brömmelweges wurde der westliche Gehweg deutlich verbreitert, damit Radfahrer hier zwischen Brömmelweg und Knick ein kurzes Stück auf dem Gehweg fahren können.

• Verbindungen abseits der Ortsdurchfahrt

Die einseitigen Schutzstreifen führen die Radfahrer jeweils bis zu den Stellen, an denen Radwegeverbindungen über ruhigere Straßen oder Wege durch Grünanlagen weiterführen. „Damit diese Wege von den Radfahrern auch angenommen werden, wurden Wege im Knick radfahrfreundlich ausgebaut und sogar eine Brücke über die Aue errichtet“, erläutert Alrutz das Konzept. Durch die Einbahnstraße Schulstraße dürfen Radfahrer nun parallel zur Hauptstraße in beiden Richtungen fahren.

• Wegweiser für Radfahrer

Durch die genannten Maßnahmen sind neue Wegeverbindungen für den Radverkehr entstanden. Damit diese genutzt werden, wurde eine innerörtliche Wegweisung in Form von grünen Hinweisschildern aufgestellt. Zwei fehlen noch.

„Insgesamt führen die Maßnahmen zu einer spürbaren Verbesserung für den alltags- und freizeitorientierten Radverkehr in Bad Bodenteich. „Zwar konnten im Abstimmungsprozess nicht alle wünschbaren Maßnahmen umgesetzt werden, doch nun sind die Radfahrer weniger gefährdet als vorher und auch die Fußgänger profitieren von dem Konzept“, sagt Alrutz.

Von Jörn Nolting

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