Stadt will Fläche verkaufen: Weiterer Schritt für Bebauung der Wachsmuthschen Klinke ist getan

Arkaden am Lüneburger Tor?

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Uelzen. Die Vorplanungen für eine Bebauung der sogenannten Wachsmuthschen Klinke in Uelzen liegen im Rathaus vor, eine künftige Nutzung dieser Fläche zwischen Hoefftstraße und Lüneburger Straße, gleich neben dem „Uelzener Hof“, ist ebenfalls festgelegt worden – so könnte ab Mai kommenden Jahres bereits mit einem Neubau an dieser Stelle begonnen werden.

So jedenfalls lautet die Einschätzung von Uelzens Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull.

Früher war der Bereich der Wachsmuthschen Klinke ein riesiger Einmündungsbereich (links) – heute gibt es die Fahrbahn zwischen der Hoefftstraße und der Lüneburger Straße nicht mehr, hier wird geparkt und zu Fuß gegangen.

Der Stadtplanungsausschuss hat in seiner jüngsten Sitzung nun ein weiteres Stückchen Weg in diese Richtung frei gemacht: Die Politiker stimmte der Einziehung einer Teilfläche an dieser Stelle zu. Bedeutet: Die Fläche, die im Besitz der Stadt Uelzen ist, soll nicht länger der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, sondern an den Investor verkauft werden. Dieser beabsichtige, an der Wachsmuthschen Klinke ein Gebäude zu errichten, das auch die Gestaltung von Arkaden zulasse, erklärt Scheele-Krogull. Ein Teil des Neubaus würde dann optisch in den Straßenraum hineingezogen werden, die Fahrbahn als solche aber nicht beeinträchtigen.

Bernd Rapillus (vorn) und Dennis Stappenbeck sind derzeit dabei, das Pflaster an der Wachsmuthschen Klinke zu schließen.

Laut Vorplanungen könnte an der Wachsmuthschen Klinke ein Gebäude entstehen, das im Erdgeschoss Einzelhandel vorsehe und in den Obergeschossen Gewerbe und/oder Wohnungen. Damit würde ein einst bedeutsamer Stadtbereich wieder aufgewertet werden, der vor vielen Jahren noch durch einen großen Einmündungsbereich gekennzeichnet war – das Lüneburger Tor. „Dieser neu gestaltete Bereich“, so Scheele-Krogull, „soll dann den Abschluss der Innenstadt bilden und wieder eine Torsituation darstellen.“ In den damaligen Fahrbahnen – die heute unter anderem Parkplätze sind – waren Leitungen verlegt worden, die noch heute existieren. Beziehungsweise existierten, denn eben diese Leitungen werden derzeit (wie berichtet) entfernt. Die Lüneburger Straße ist daher an dieser Stelle für die Bauarbeiten voll gesperrt. „Wenn dort ein Gebäude entstehen soll“, erklärt der Stadtbaurat ganz plausibel, „dann dürfen da im Boden natürlich keine alten Leitungen liegen.“

Bei dem Interessenten, so deutet Scheele-Krogull an, handele es sich um den Bauherrn, der auch den benachbarten „Uelzener Hof“ saniert. Dieser, Horst Saevecke, allerdings sagt gestern auf AZ-Nachfrage, dass es sich bei ihm – entgegen mancher Gerüchte in der Stadt, von denen er wisse – nicht um den Investor für die Wachsmuthsche Klinke handele. Für Scheele-Krogull indes steht fest: Erst müsse das Konzept stehen, dieses müsse der Stadtrat befürworten und dann erst werde die Stadt das Grundstück an einen Investor verkaufen.

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