Einzug erst im Mai

Arbeiten am HEG-Erweiterungsbau hinken Monate hinterher

Der Rohbau steht: Eigentlich sollte im neuen Schulgebäude bereits seit Oktober unterrichtet werden.
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Der Rohbau steht: Eigentlich sollte im neuen Schulgebäude bereits seit Oktober unterrichtet werden.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Uelzen – Der Frost fällt nicht ins Gewicht. Am Herzog-Ernst-Gymnasium können die Arbeiten im Rohbau des neuen Schulgebäudes weiterlaufen. Die Räume sind bereits zu heizen. Zum Glück muss man sagen.

Denn statt der Maurer, Elektriker und Rohrverleger, die im Gebäude gerade zugange sind, sollten dort längst Schüler anzutreffen sein.

Maurer sind am Werk: Sie arbeiten zurzeit an einer Verbindung zu einem bereits älteren Schultrakt.

Die Arbeiten hinken Monate hinter dem ursprünglich aufgestellten Zeitplan hinterher. Einzug der Schüler sollte im vergangenen Oktober sein. Jetzt reichen die Arbeiten bis ins neue Jahr, in dem der Landkreis als Träger des Gymnasiums viele weitere Bau- und Sanierungsprojekte an Schulen und Turnhallen vor der Brust hat. Unter anderem sollen am zweiten Uelzener Gymnasium, am LeG, die Arbeiten ebenfalls für einen Anbau beginnen.

In Sachen Herzog-Ernst-Gymnasium sei nun angestrebt, die Arbeiten bis Mai abzuschließen, erklärt der Landkreis gegenüber der AZ. Die zusätzlichen Klassenräume, die mit dem neuen Gebäude entstehen, werden von der Schule dringend benötigt. Denn es besteht nach der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren mehr Platzbedarf. Auch erfährt das HEG einen größeren Zulauf.

In den zurückliegenden Jahren wurden so Räume in der etwa 600 Meter entfernten und sonst eigentlich leerstehenden Pestalozzi-Schule mitgenutzt. Mit Abschluss der Arbeiten am neuen Schulgebäude soll das Pendeln für die Gymnasiasten zur einstigen Förderschule ein Ende haben.

Dass noch am neuen Schulgebäude gebaut wird, ist Problemen in der Planungsphase und bei den ersten Erdarbeiten geschuldet, schildert der Landkreis. Ins Detail geht er nicht. Es habe Planungsschwierigkeiten bei der Baugrunderkundung gegeben, man habe einen weiteren Gutachter bestellen müssen, wodurch sich der Baubeginn verzögerte. Letztlich starteten die Arbeiten Anfang des vergangenen Jahres. „Im Laufe der Arbeiten wurde dann noch in Teilen ein Bodenaustausch erforderlich, der zusätzlich Zeit in Anspruch genommen hat“, so der Landkreis.

VON NORMAN REUTER

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Was der Landkreis bei Schulen 2019 plant:

  • Neubau der KGS-Turnhalle: Nach einer erfolglosen ersten Ausschreibung für den Neubau der Halle, sollen ab dem Frühjahr die Bagger rollen.
  • Anbauten Lessing-Gymnasium: Auch am Lessing-Gymnasium ist der Platz wegen der Rückkehr zum Abitur nach 13 Jahren eng geworden; entstehen soll ab 2019 ein Anbau zum Ilmenau-Ufer hin und eine Aufstockung des sogenannten Michaelisbaus.
  • Sanierung der Elektroanlagen am HEG, LeG sowie an der Oberschule Apollonia, KGS Bad Bevensen und den BBS I (Wilhelm-Seedorf-Straße).
  • Flachdachsanierung an der KGS
  • Sanierung der Turnhalle der Oberschule Ebstorf
  • Planungen für den Bau eines Campus für die Berufsbildenden Schulen.
  • Sanierung von Fachräumen am HEG, LeG und an der Apollonia Oberschule.

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