Landkreis Uelzen soll Sonderprogramm „Xenos“ prüfen

Arbeit für Asylbewerber im Kreis Uelzen

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Um Asylbewerber fit zu machen für den Job, soll geprüft werden, ob im Landkreis das Sonderprogramm „Xenos“ umgesetzt werden kann.

ib Uelzen/Landkreis. Etwa 200 weitere Asylbewerber werden in den kommenden Monaten noch in den Landkreis Uelzen kommen. Darüber wurde jüngst der nicht öffentlich tagende Kreisausschuss informiert.

Vor diesem Hintergrund stellt die CDU-FDP-RRP-Gruppe im Kreistag nun den Antrag, zu prüfen, ob im Landkreis Uelzen das Modellprojekt des Bundesamtes für Flüchtlinge und Migration „Xenos“ praktiziert werden kann, mit dem Flüchtlinge für den Arbeitsmarkt fit gemacht werden.

Die Agentur für Arbeit lade in anderen Städten Asylbewerber zu Vermittlungs- und Beratungsgesprächen ein, um herauszufinden, für welche Aufgaben sie geeignet wären, weiß Gruppen-Vorsitzender Claus-Dieter Reese (CDU). „Damit soll die Wartezeit bis zur endgültigen Klärung des Aufenthaltsstatus’ sinnvoll überbrückt werden.“ Aufgenommen würden in dieses Programm nur Flüchtlinge aus Ländern, die eine Chance auf ein dauerndes Bleiberecht hätten, so Reese.

Der Landkreis Uelzen soll nun gemeinsam mit dem hiesigen Jobcenter prüfen, ob es eine Chance gibt, in dieses Sonderprogramm zu gelangen, sagt Claus-Dieter Reese. Die Vorteile lägen für die Kreistagsgruppe auf der Hand: „Durch die Sprachvermittlung erfolgt eine schnellere und bessere Integrationsmöglichkeit für die Familien“, ist Reese überzeugt.

Außerdem könne die Arbeitsverwaltung schneller herausfinden, ob geeignete Schulungsmöglichkeiten für Beamte ermöglicht werden können. Die finanzielle Entlastung des Landkreises könnte durch diese beiden Maßnahmen schneller erfolgen, meinen CDU, FDP und RRP.

Eine weitere Forderung des Antrags lautet, dass über den Niedersächsischen Landkreistag eine höhere Kostenbeteiligung und schnellere Kostener-stattung einzufordern sei. Schließlich sei mit einem weiteren Anstieg der Asylbewerberzahlen und damit auch steigenden Kosten zu rechnen.

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