„Für uns ist es Ehre und Verpflichtung“

Am 18. April wird Uelzen offiziell zur Hansestadt ernannt

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Gelangte wahrscheinlich während der Hansezeit nach Uelzen: Das Goldene Schiff, heute das Wahrzeichen der Stadt.

Uelzen. Es ist „nur“ ein symbolischer Akt, aber einer, von dem sich die Stadt Uelzen perspektivisch ganz neue Möglichkeiten verspricht: Am 18. April wird Niedersachsens Innenminister Boris Pistorius im Rathaus Uelzen offiziell den Titel „Hansestadt“ verleihen.

Die Urkunde ist die eine Sache, die Chancen, die sich aus diesem Titel ergeben, eine andere. „Für uns ist das Ehre und Verpflichtung zugleich“, betonte Bürgermeister Jürgen Markwardt gestern Abend bei der Sitzung des städtischen Ausschusses für Wirtschaftsförderung und Stadtentwicklung.

Denn allein der Titel reiche natürlich nicht, um die Stadt nach vorne zu bringen und sie weiterzuentwickeln. „Diese Chance muss ins Bewusstsein der Bürger gelangen und sie muss natürlich auch vermarktet werden“, betont der Verwaltungschef. „Ziel muss ein integriertes Stadtmarketingkonzept sein“. Das würde „wohl was kosten, aber auch viel nutzen“. Man hebe jetzt nicht ab, sondern werde fundiert die ersten Schritte angehen, so Markwardt weiter. „Wir müssen jetzt die Grundlagen schaffen.“

Für 2016 hat man sich deshalb im Rathaus viel vorgenommen, wie Janin Thies, Mitarbeiterin der Abteilung Öffentlichkeitsarbeit, erläuterte. Ein Höhepunkt wird das große Hansefest im Schnellenmarktviertel am 17. und 18. September sein, bei dem der Titel gebührend gefeiert wird. Ein Wochenende mit Handwerk, Musik und verschiedensten Angeboten zum Thema Hanse.

Doch auch die Außenwirkung ist natürlich wichtig. Die Hansestadt Uelzen wird sich einen Monat lang auf dem Hamburger Frühjahrsdom präsentieren.

Weitere Pläne für 2016

• Hanse-Aktionen auf dem Uelzener Stadtfest vom 20. bis 22. Mai.
• Eine Kooperation mit dem Europäischen Hansemuseum in Lübeck.
• Teilnahme im Juni am Internationalen Hansetag in Bergen/Norwegen und am Hansetag in Salzwedel vom 27. bis 29. Mai.
• Erste Planungen mit dem Verkehrsverein für ein Hansekunstwerk an der Rathauskreuzung.

„Viele Bürger bringen bereits Vorschläge ein“, erklärt Janin Thies.

Von Thomas Mitzlaff

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