Appelle zu mehr Engagement

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Bürgermeister Otto Lukat begrüßte die Uelzener zum Neujahrsempfang im Ratssaal der Stadt.

Uelzen - Von Marc Rath. Rekord beim diesjährigen Neujahrsempfang der Stadt: Rund 370 Vertreter aus Politik, Wirtschaft, Verwaltung, Kultur, Vereinen und Verbänden sowie interessierte Bürger waren am Samstagmorgen ins Uelzener Rathaus gekommen. Hausherr Otto Lukat nutzte die große Kulisse im Jahr der Kommunalwahl für einen eindringlichen Appell: „Machen Sie mit – stellen Sie sich zur Wahl und machen Sie von Ihrem Wahlrecht Gebrauch.“

Kommunalpolitik sei ein Ehrenamt, das einem viel Kritik einbringe, oft auch ungerechtfertigte, kritisierte der Bürgermeister und beklagte ein zunehmendes „Klima der Missgunst“. Berechtigte Kritik dürfe nicht zu personenbezogenen und überzeichnenden Kampagnen führen, warnte Lukat. Er ging dabei nicht näher in Details, betonte aber seinen Rückhalt für die Stadträte und Verwaltungsmitarbeiter. Wenn sich alle einbringen, die etwas beklagen, sehe er gute Chancen für die Stadt.

Neujahrsempfang Uelzen

Auch Landrat Theodor Elster warb um mehr ehrenamtliches Engagement. Er mahnte bei der Diskussion um eine Kreisreform und eine Verschlankung von öffentlichen Verwaltungen, „auch an die Folgen zu denken, die sich vor Ort ergeben“. Wenn Uelzen seinen Status als Kreissitz verlieren würde, sei es wenig wahrscheinlich, dass die Stadt bei wirtschaftlichen Ansiedlungen an Attraktivität gewinnen könne. „Behalten Sie das im Auge und mischen Sie sich in die Kreisreform-Debatte ein“, lautete die Forderung des Landrats in seinem Neujahrs-Grußwort.

Uelzens CDU-Landtagsabgeordneter Jörg Hillmer warb in seiner Rede dafür, auch einmal „ein Zeichen für etwas“ zu setzen. Vor dem Hintergrund des Konflikts um die Pläne für „Stuttgart 21“ regte er eine Demonstration der Region für den Bau der Autobahn 39 an – „als Signal an den Bund, dass wir das auch wollen“. Die Idee bekam in der Runde jedoch nur gedämpften Beifall.

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