Über 230 Unterstützer: Ilmenaustadt Uelzen fordert ein Konzept zur Stadtentwicklung

Anstrich der Fassaden und ein See

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Stefan Thieme stellte die Ziele der Ilmenaustadt vor.

Uelzen. Über 230 Unterstützer haben sich der Initiative „Ilmenaustadt Uelzen“ angeschlossen.

Diese Gruppe will das Bewusstsein der Bevölkerung dafür stärken, dass Uelzen sich als familienfreundliche Natur- und Bildungsstadt etablieren müsse, erklärte Architekt Stefan Thieme bei der Bauausschusssitzung im Uelzener Ratssaal.

„In der Innenstadt haben wir mindestens 40 Läden gefunden, die leer stehen“, sagte er. „Wir müssen an einem Plan arbeiten.“ Dann ließen sich auch Probleme wie Abwanderung aus der Stadt, Fachkräftemangel und fehlende Kaufkraft lösen.

Zu den Zielen der Ilmenaustadt zählt Thieme den Erhalt und die Stärkung der Altstadt, für die eine „Gestaltungssatzung“ benötigt werde. Moderne Gebäude wie der Neubau an der Gudesstraße würden nicht zur Altstadt passen, erklärte Thieme. Er schlug vor, Interessenten unterschiedliche Haustypen und Materialien vorzugeben, die dem Fachwerk optisch nahekommen. Außerdem schlug er vor: „Wie wär’s, wenn wir einfach mal einen Eimer Farbe in die Hand nehmen und unsere Fassaden anstreichen?“ und erhielt daraufhin Applaus aus dem Publikum.

Negative Merkmale von Großstädten wie hohe Miet- und Grundstückspreise und lange Wege innerhalb der Stadt würden bei den Einwohnern die Sehnsucht nach dem Lande wecken. Mit einer guten Verkehrsanbindung an Hamburg und Hannover müsse Uelzen an diesem Punkt ansetzen. Mit den vorhandenen Gymnasien, mit der Ostfalia-Hochschule und Krippen- und Kindergarten-Plätzen könne Uelzen punkten.

Werben dürfe die Stadt hingegen nicht mehr nur in erster Linie mit dem Hundertwasser-Bahnhof und dem Ulenköper-Denkmal, wie auf der Internetseite derzeit getan.

Seine Vision für eine attraktive Stadt basiert außerdem vor allem auf der Idylle rund um die Ilmenau. Diese sollte durch eine Aufweitung in Richtung Herzogenplatz zu einem See mit Bulleninsel verstärkt in den Fokus gerückt werden. Die Entstehung eines familienfreundlichen Wohnquartier in Fußnähe zu diesem See verstärke das positive Ambiente. Die Initiative steht auch samstags zwischen zehn und 13 Uhr in ihrem Info-Center an der Gudesstraße 28 Rede und Antwort.

Von Diane Baatani

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