Ausbau der Ortsdurchfahrt Westerweyhe führt weiterhin zu Diskussionen im Ortsrat

Anlieger hinterfragen Kosten

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Der erste Teil auf der Hugo-Steinfeld-Straße ist schon fertig, am zweiten wird noch gearbeitet.

Uelzen-Westerweyhe. Der rund zwei Millionen Euro teure Ausbau der Ortsdurchfahrt Westerweyhe wirft unter den zahlenden Anwohnern weiterhin Fragen auf.

Warum in den Vorausleistungsbescheiden über die Beiträge der Anlieger des ersten Bauabschnitts Hugo-Steinfeld-Straße ein höherer Betrag angegeben ist, als anfangs beschlossen, wurde auf der jüngsten Sitzung des Ortsrates Kirch-/Westerweyhe hinterfragt. Bernd Behn von der zuständigen Fachabteilung der Stadtverwaltung erklärte, dass die Planungskosten gestiegen seien, da die Ausschreibung extern vorbereitet worden sei. Ursprünglich habe die Stadt vorgehabt, die Planung mit eigenem Personal vorzunehmen. Und eine weitere Kostensteigerung dann für den folgenden Ausbau-Abschnitt Altes Dorf, über den der Stadtrat im Rahmen der Haushaltsberatung am 16. März entscheidet, sei derzeit nicht absehbar.

Ein Anlieger merkte an, dass auf dem fertigen Abschnitt der Hugo-Steinfeld-Straße nun schneller gefahren werde. Zudem wies er darauf hin, dass Kinder häufig den neuen schmalen Fußweg benutzen würden, anstatt des breiteren und sichereren Bürgersteigs gegenüber.

Ob eine Umstufung der Kreisstraße 40 zur Gemeindestraße Auswirkungen auf die Anliegerbeiträge habe, wollte ebenfalls ein Gast wissen. „Die Änderung macht überhaupt keinen Unterschied“, stellte der Ortsratsvorsitzende Karl-Heinz Günther fest. Bernd Behn bestätigte das.

Der Ortsrat hat beschlossen, die K 40 – die Verbindung von Kirchweyhe durch Westerweyhe bis zur Landesstraße 250 – zur Gemeindestraße umzustufen. Auch der Verwaltungsausschuss der Stadt muss sich mit der Änderung am 9. März noch befassen.

Wie berichtet, war für den Bau der Ortsumgehung Kirchweyhe beschlossen worden, dass nach der Fertigstellung die ehemalige Ortsdurchfahrt Kirchweyhe keine Bundesstraße mehr sein sollte, sondern eine Gemeindestraße. Damit erfüllt auch die K 40 nicht mehr die Voraussetzungen für eine Kreisstraße und muss zur Gemeindestraße herabgestuft werden.

Wie mit den bestehenden baulichen Mängeln wie etwa am Radweg entlang der K 40 zwischen Kirch- und Westerweyhe umgegangen werden soll, müssten Stadt und Kreis verhandeln, so Behn. Wird die K 40 Gemeindestraße und muss dann ein Abschnitt ausgebaut werden, wie derzeit bei der Hugo-Steinfeld-Straße, werden wieder die Anwohner beteiligt, erläuterte Behn auf Anfrage aus dem Ortsrat.

Von Diane Baatani

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