Im Mai werden Bäume an Radwegen gegen Eichenprozessionsspinner gespritzt

Angriff auf tückische Larven

+
Im Landkreis Lüneburg fliegt ein Hubschrauber, im Landkreis Uelzen wird mit dem Traktor gespritzt.

Uelzen/Landkreis. Mit dem Grün kommt der Eichenprozessionsspinner, und dessen Brennhaare sind auch für den Menschen gefährlich. Der Befall der Eichen an den Kreisstraßen ist im vorigen Jahr nicht mehr gewachsen, berichtet Landkreis-Sprecher Martin Theine.

Wegen der Gefährlichkeit für den Menschen werden im Mai dennoch wieder etwa 1000 Bäume an Radwegen im Osten des Landkreises, im Bereich Bevensen und Suderburg mit einem biologischen Mittel gespritzt.

„Das ist eine Frage von Tagen“, sagt Theine. „Das Blattwerk der Eichen muss sich entwickeln, damit es wirkt.“ Für den Menschen ist das Mittel mit dem Namen Dipel ES unschädlich. Es enthält den Bacillus thuringiensis, der die Raupen befällt. Bis Ende Mai, abhängig von der Witterung, soll der beauftragte Unternehmer aus dem Kreis Lüchow-Dannenberg die Schädlingsbekämpfungsaktion an den Kreisstraßen abgeschlossen haben. Während des Einsatzes kann es zu Verkehrsbeeinträchtigungen kommen.

Der Landkreis Lüneburg setzt sogar Hubschrauber ein. Wenn das Wetter stimmt, soll der Helikopter am Mittwoch und Donnerstag betroffene Kreis- und Gemeindestraßen aus der Luft besprühen. Während des Einsatzes werden diese Straßenabschnitte 15 Minuten lang für den Straßenverkehr gesperrt, teilt die Lüneburger Kreisverwaltung mit.

Innerorts werden befallene Bäume vom Boden aus besprüht. Am Mittwoch geht es in Bleckede los, anschließend folgen die Samtgemeinden Dahlenburg, Ostheide, Gellersen und Bardowick sowie Adendorf und die Hansestadt Lüneburg.

Die mikroskopisch kleinen Brennhaare des Eichenprozessionsspinners können zu Haut- und Atemwegsreizungen führen. Deshalb werden die Larven vorbeugend bekämpft, noch bevor sie die gefährlichen Brennhaare entwickeln können. „Die Bekämpfungsaktion hat sich bewährt“, berichtet die Lüneburger Kreis-Sprecherin Katrin Holzmann. „Seit 2013 ist die Zahl der Meldungen deutlich zurückgegangen.“

Von Gerhard Sternitzke

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare