Studierter Physiker kommt aus Uelzen

Weiterer Bewerber für die Lühmann-Nachfolge: Andreas Sorge will „Brückenbauer“ sein

Dr. Andreas Sorge will SPD-Direktkandidat werden.
+
Dr. Andreas Sorge will SPD-Direktkandidat werden.

Uelzen – Für die Nachfolge von Kirsten Lühmann als Bundestagsabgeordnete gibt es einen weiteren Bewerber: Dr. Andreas Sorge aus Uelzen wirft seinen Hut in den Ring, wenn es um die SPD-Direktkandidatur im Wahlkreis Celle-Uelzen geht.

Der 38-jährige arbeitet als Referent im Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Der studierte Physiker ist in der Hansestadt Uelzen aufgewachsen, besuchte hier das Lessing-Gymnasium. Seit 2006 ist Andreas Sorge Mitglied der SPD. Sein erklärtes Ziel: Er will im kommenden Jahr für die Partei das Direktmandat im Wahlkreis holen.

Sorge findet es wichtig, dass politische Entscheidungen in Berlin nicht über die Köpfe der Menschen hinweg getroffen werden. „Es braucht den Dialog, nicht die Verordnung von oben herab“, sagt Andreas Sorge. Er wolle diese Dialoge gerne führen, ein Brückenbauer sein zwischen der Heide und Berlin.

Als Bundestagsabgeordneter wolle er sich auch für die Region stark machen. Die Wohnraumsituation, Gewerbeansiedlungen und das Pendeln zum Arbeitsort sind Themenbereiche, die Sorge auf dem Schirm hat. Er sagt: „Uelzen hat enorme Chancen.“

Als Bewerber in den Ring zu steigen, diese Entscheidung sei nach der Ankündigung Kirsten Lühmanns, nicht mehr kandidieren zu wollen, gefallen, berichtet der 38-Jährige. Er wolle sachorientiert Lösungen finden und gestalten, so Sorge. Und dies mit einem politischen Mandat.

Das Politische kommt nicht von ungefähr. Sein Großvater habe sich bereits in der Kommunalpolitik engagiert, berichtet Sorge. Im Zuge eines Auslandsaufenthaltes in Neuseeland sei er dann zum Entschluss gekommen, „Farbe zu bekennen.“ Er trat in die SPD ein.

Sorge ist nicht der einzige Bewerber in der SPD für die Nachfolge von Kirsten Lühmann. Der Geschäftsführer des Niedersächsischen Städtetages und frühere Oberbürgermeister der Stadt Celle Dirk-Ulrich Mende hat bereits erklärt, dass er Direktkandidat für den Wahlkreis Celle-Uelzen werden wolle (AZ berichtete).

Die Entscheidung, wer es am Ende wird, trifft eine Delegiertenversammlung. Sie ist aktuell für den 10. Februar geplant. Es ist nicht ausgeschlossen, dass sie aufgrund der Corona-Pandemie verschoben wird. Damit die Sozialdemokraten bereits vorab die Bewerber besser kennen lernen können, sind Online-Videokonferenzen geplant.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare