Bewährungsstrafe für Feuer aus Frust

Amtsgericht Uelzen verurteilt 33-Jährigen wegen Brandstiftung

Der 33-Jährige zeigte sich vor Gericht geständig.
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Der 33-Jährige zeigte sich vor Gericht geständig.

Uelzen – Einen 33-Jährigen hat das Amtsgericht in Uelzen gestern wegen Brandstiftung zu einer Freiheitsstrafe von einem Jahr und sechs Monaten verurteilt.

Er hat nach eigenen Angaben aus Frust während des Jahrhundertsommers 2018 an der Ebstorfer Straße in Uelzen einen Brand gelegt. Im Böschungsbereich, nahe der Eisenbahnbrücke, musste die Uelzener Feuerwehr eine brennende Fläche von etwa 50 Quadratmetern löschen.

Wenngleich der 33-Jährige bereits einschlägig wegen Brandstiftung vorbestraft ist und deshalb auch bereits mehr als vier Jahre im Gefängnis saß, hat das Gericht die aktuelle Freiheitsstrafe gestern zur Bewährung ausgesetzt. Richter Rainer Thomsen und die Schöffen hielten dem Täter zugute, dass er durch eine Selbstanzeige zur Aufklärung der Brandstiftung beigetragen hat. „Ohne diese Selbstanzeige säßen wir nun nicht hier“, sagte Thomsen. Zudem erklärte der Angeklagte, dass er – nachdem er im Leben aus der Spur geworfen worden sei – wieder arbeiten gehen wolle und bereit sei, sich psychologisch helfen zu lassen.

Damit sammelte er ebenfalls Pluspunkte bei Schöffen und Richter. Sie sehen allerdings auch, dass der 33-Jährige psychologische Hilfe benötigt, damit er „in Krisensituationen“ andere Lösungsansätze findet, als einen Brand zu legen. So wurde dem Mann aufgetragen, dass er bis Ende des Jahres mindestens zehn Sitzungen bei einem Psychiater hat.

Das Urteil ist bereits rechtskräftig. Staatsanwaltschaft und Verteidiger verzichteten auf das Einlegen von Rechtsmitteln.  nre

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