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Altes Café Harder in Uelzen: Nächste Woche ist Baustart

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Von: Norman Reuter

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Die Freifläche an der Schuhstraße ist bereits eingezäunt. Auf ihr sowie in der Lücke an der Veerßer Straße entstehen nun neue Gebäude mit insgesamt 36 Wohnungen und einem Ladenlokal.
Die Freifläche an der Schuhstraße ist bereits eingezäunt. Auf ihr sowie in der Lücke an der Veerßer Straße entstehen nun neue Gebäude mit insgesamt 36 Wohnungen und einem Ladenlokal. © Brand, Theresa

Die Lücke in der Häuserfront wird nun geschlossen: In der kommenden Woche starten die Arbeiten auf dem Gelände an der Veerßer Straße, auf dem einst das Café Harder zu finden war. Das berichtet Bauunternehmer Horst Saevecke auf AZ-Anfrage, der mit seinem Sohn Lars dort sowie auf der angrenzenden unbefestigten Freifläche, die bislang als Parkplatz diente, Wohngebäude errichten lässt.

Uelzen – „Wir starten damit, Reste des alten Kellers an der Veerßer Straße zurückzubauen“, so Horst Saevecke gegenüber der AZ. Als Lückenbebauung ist ein Gebäude mit Ladenlokal und fünf Wohnungen vorgesehen. Auf der Freifläche dahinter, die von der Schuh- und Hutmacherstraße begrenzt wird, entsteht ein Gebäude mit 31 Wohnungen. Wie Saevecke erklärt, sollen die Wohnungen teils zur Miete, teils zum Kauf angeboten werden.

Mehr als ein Jahrzehnt warteten die Uelzener auf einen Lückenschluss an der Veerßer Straße. Das Café Harder in 1-A-Lage war 2011 abgerissen worden. Ein Berliner Ehepaar hatte danach dort ein Wohn- und Geschäftshaus errichten wollen, eine Baugenehmigung war ihm bereits erteilt worden.

Archäologische Grabungen und deren Kostenübernahme führten zu Rechtsstreitigkeiten – gebaut wurde indes nie. Im Januar 2016 dann die Meldung, dass zwei Niederländer das Areal des ehemaligen Cafés und die Parkfläche an der Schuhstraße erworben haben. Diese Eigentümer hatten zwar immer wieder in Aussicht gestellt, dort tätig werden zu wollen, dazu kam es aber nicht.

2017 erwarben schließlich die Bauunternehmer Horst und Lars Saevecke die Flächen, und kündigten eine Bebauung an – wobei sie erklärten, dass bis dahin noch Zeit vergehen werde. Nun der Baustart in Zeiten, die von Inflation und hohen Energie-Preisen geprägt sind. „Ich bin keiner, der die Flinte so schnell ins Korn wirft“, sagt dazu Horst Saevecke. Er persönlich gehe nicht davon aus, dass die Materialkosten weiter ins Unermessliche steigen werden. Auf eine Preiskalkulation für Mieten und für die Eigentumswohnungen hat er bislang verzichtet. In eine Vermarktung sind die Bauunternehmer so auch noch nicht eingestiegen. „Dafür bleibt noch Zeit“, so Horst Saevecke.

Der Rat der Hansestadt hatte in seiner Dezembersitzung mit der Genehmigung des Bebauungsplans den Weg für das Projekt freigemacht. Archäologische Untersuchungen auf den Grundstücken sind inzwischen abgeschlossen. „Damit sind wir durch“, so Saevecke. Er hat sich als Zielmarke gesetzt, dass Ende 2024 die beiden Gebäude bezugsfähig sind.

Zunächst widmen sich die Bauherren dem Gebäude an der Veerßer Straße. „Ich gehe davon aus, dass der Rohbau nach gut sechs Monaten steht“, so Horst Saevecke. Unter dem Gebäude, das an der Schuhstraße entsteht, wird eine Tiefgarage gebaut. „Damit wollen wir im Mai anfangen“, so der Investor. Vorher seien im Bereich Hutmacher- und Schuhstraße auch noch Leitungsarbeiten zu erledigen.

Wie er erklärt, ließen sich trotz des überschaubare Baufeldes, vor allem an der Veerßer Straße, die Bauten dort ohne Nöte errichten. Es werde dafür ein Kran aufgestellt, so Saevecke. Die Freifläche ist wegen der anstehenden Arbeiten auch bereits offiziell seit Sonntag, 1. Januar gesperrt. Sie bot Platz für etwa 40 Fahrzeuge.

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