Opfer auch im Landkreis Uelzen

Per Telefon melden sich falsche Microsoft-Mitarbeiter

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Vermeintliche Mitarbeiter des Software-Giganten Microsoft haben bereits mehrere hundert Euro mit einem Computertrick bei ihren Opfern im Landkreis Uelzen ergaunert.

js Uelzen. Neu ist der Trick nicht dafür aktuell: Derzeit kommt es wieder vermehrt zu Anrufen von angeblichen Mircosoftmitarbeitern, die am Telefon behaupten, der Rechner des Angerufenen müsste dringend repariert werden, teilt die Polizeidirektion Lüneburg mit.

„Im Landkreis Uelzen sind mehr als ein halbes Dutzend Menschen auf die Masche hereingefallen“, sagt Kai Richter, Polizeisprecher der Lüneburger Polizeidirektion. Neben dem finanziellen Schaden, findet sich meist auch noch Schachsoftware auf den Rechnern. Die Masche läuft wie folgt: Das ahnungslose Opfer wird aufgefordert, ein Fernwartungs-Werkzeug sogenannte Teamviewer oder Ammyy zu installieren. Da dies eine normale legale Software ist, springt hier auch kein Antivirenprogramm an. Im weiteren Verlauf soll dann eine besondere Reinigungssoftware (Anti Virus Quick Heal) oder Ähnliches installiert werden.

Alternativ werden auch Mailkonten bei Yahoo über die Fernsteuerung eröffnet oder Onlinebanking durchgeführt, so einige Berichte von Geschädigten, weiß Richter. Die Täter fordern zum Vorzeigen von persönlichen Dokumenten wie Personalausweis oder Kreditkarte auf (z.B. per Webcam). Unterm Strich beläuft sich der Schaden im Beritt der Lüneburger Polizeidirektion auf mehrere hundert Euro. Das Geld wurde meist über den internationalen Geldtransferdienstleister Western Union gebucht, so Richter.

Die Polizei rät: Der Softwarehersteller Microsoft macht solche Anrufe nicht. Wer so einen Anruf bekommt, sollte das Gespräch sofort beenden. Die Täter sprechen englisch mit leicht indischem Akzent. Wer den Betrügern auf den Leim gegangen ist, sollte schnellstens seine Bank, wenn es in den Handlungen um Überweisungen, Onlinebanking oder Kreditkartendaten ging, informieren. Auch sollte bei der Polizei Anzeige erstattet werden (mit der Rufnummer aus dem Telefondisplay). Sollten die Täter auch Zugriff auf das Mailkonto erhalten haben, so sollten die Opfer die Zugangsdaten unbedingt ändern, rät der Polizeisprecher.

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