Zirkus Charles Knie begeistert in Uelzen das Publikum / Internationale und preisgekrönte Artisten

Den Alltag einfach vergessen

Bis zu 1440 Zuschauer finden in dem Zirkuszelt platz. Ungewöhnlich ist das achtköpfige Orchester, das heute viele Zirkusse nicht mehr haben. Fotos: Wendlandt

Uelzen. Große Begeisterung und Eindruck hinterlässt der Zirkus Charles Knie bei den Besuchern seiner Vorstellungen in Uelzen. „Aufregend schön“, sagen die einen, „spannungsvolle Akrobatik“ und „einfühlsame Tier-Dressuren“, schwärmen andere.

Erlebnisreiche Stunden erlebten Tausende, die das Gastspiel des Zirkus Charles Knie am Albrecht-Thaer-Gelände für sich und ihre Familie genutzt hatten. Nicht nur eingeschworene Zirkusfans kamen auf ihre Kosten, sondern vollkommene Ästhetik bei Künstlern, Akrobaten und Dompteuren in Kostüm und Präsentation sorgten für atemberaubende Illusionen, die den Alltag vergessen ließen.

Impressionen aus der Manege

Manege frei für Zirkus Knie

Bekannt für seine Exoten erfreute der Zirkus Charles Knie seine Besucher mit Kängurus, Antilopen, Zebras, Lamas, Nandus und exotischen Rindern. Zirkusdirektor Sascha Melnjak, der mit der Übernahme 2007 eine „kurzweilige, temporeiche Show“ versprochen hatte, die alle anspricht , hält bis heute Wort. Ausschließlich international preisgekrönte Artisten und Tierlehrer werden im Programm präsentiert.

Wer Priscilla Errani, die mit bis zu 30 Hula-Hoop-Reifen gleichzeitig in meisterlicher Choreografie tanzt, einmal erlebt hat, fühlt, wie wunderbar Menschen geschaffen sind. Geschicklichkeit und Geschwindigkeit aber auch die Perfektion aller Darbietungen lassen nur erahnen, wie viel Arbeit, Eifer, Fleiß sicher auch Talent die Künstler aufbieten, um ihren Gästen einen Zirkus zu bieten, wie Zirkus sein soll.

Bei ihrem Tango am seidenen Faden – viele Meter hoch in der Luft unter der Zirkuskuppel – beeindrucken Ives und Ambra ihr Publikum mit Artistik, Kunst und Leidenschaft, die unter die Haut geht. Daneben präsentieren Artisten wie der Chefdompteur Marek Jama mit seiner Pferdedressur, Elefantentierlehrer Elvis Errani, die Flying Costa beim „Fliegenden Trapez“ und nicht zuletzt Clown André die beliebtesten Klassiker des Zirkus in mitreißender Schau.

Alle Künstler, Artisten und Dompteure verstehen es in Mimik und Gestik, soviel charmanten Witz einzubauen, dass ständige Lacher die Vorstellung begleiten. Das achtköpfige Orchester – eine Rarität in der Zirkuswelt – sorgt nicht nur für Lebendigkeit, sondern unterstreicht die Auftritte in perfekter Präzision. In der Pause freuten sich vor allem die Kinder über die 20-minütige Tierschau. „Darf ich das Känguru mal streicheln“?, fragt die kleine Nadine, als sich der jüngste „und neugierigste“ der drei Australier „nach getaner Arbeit“, zutraulich den kleinen Besuchern zuwendet.

Der Zirkus Charles Knie wendet sich jetzt Stendal zu – dort gastiert das Ensemble am Dienstag bis Donnerstag..

Von Angelika Jansen

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