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Uelzen könnte mit vielen Wasser-Attraktionen aufwarten, weiß damit aber zu wenig anzufangen, meinen Dagmar Lüdemann (rechts) und Birgit von Meltzing. Foto: Mahler

Von Marc RathUelzen. In diesem Jahr gibt es seit zehn Jahren den Hundertwasser-Bahnhof. Doch weder mit dem Wiener Künstler noch mit dessen Faible für das klare und kostbare Nass hat Uelzen so richtig etwas angefangen. Das fanden Dagmar Lüdemann und Birgit von Meltzing vor zwei Jahren –und das denken sie heute noch.Uelzens Gäste kommen am Bahnhof an – und was passiert dann? Zu wenig, bedauern Lüdemann, Fachwirtin für Messen, Tagungen und Kongresse, und die Betriebswirtin und PR-Beraterin von Meltzing. Vor zwei Jahren erarbeiteten die beiden Frauen ein Konzept für die "100-Wasser-Stadt-Uelzen".

Erste Reaktionen seien äußerst positiv gewesen. Doch da sich in dieser Phase alle Aktivitäten auf die Etablierung des Wochenmarktes als Vital-Markt in den Marktstraßen konzentriert hatten, "war damals einfach nicht die Zeit dafür", hat von Meltzing erkannt.Im Zuge der nunmehr begonnenen Diskussion um eine attraktivere Stadt liegen ihre Ideen jedoch genau richtig, ist das Duo, das sich längst anderen Projekten zugewandt hat, überzeugt. "Es geht jetzt um mehr als die Belebung von Einkaufsstraßen", betont Lüdemann. Wasser könne das belebende Element für die Diskussion werden.Bezugspunkte gebe es viele: Nicht nur Bahnhofs-Vater Hundertwasser hat sich für Wasser engagiert. Mit dem Elbe-Seitenkanal, der Ilmenau, dem Oldenstädter See, dem Hafen und seinem Trinkwasser in bester Qualität könnte Uelzen punkten, sagen die beiden Marketing-Frauen. Und: Mit dem goldenen Schiff passt da auch Uelzens Wahrzeichen bestens in Bild.Neben touristischen und kulturellen Angeboten sehen beide Frauen auch reizvolle wirtschaftliche Optionen. Wasser-Kaufhaus, Wasserhotel oder Wassermesse – die Stadt könnte sich mit den Suderburger Wasserwissenschaftlern als Experte und Berater zur nachhaltigen und effektiven Nutzung der Ressource Wasser etablieren.Das wäre Zukunftsmusik. "Schritt für Schritt" könne ihr Konzept umgesetzt werden, raten von Meltzing und Lüdemann. Zum Auftakt etwa könnten ein attraktiver Wasserpunkt vor dem Hundertwasser-Bahnhof, ein Spielplatz mit Wasserspielen zum Mitmachen, Wasserkonzerte mit Wasserspiel, Musik und Lichtorgel und Erlebnisgastronomie mit Wasser die ersten Schritte sein. Lüdemann und von Meltzing glauben für Uelzen an "charmante Ideen, die nicht abgehoben sind".

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