Demo am Herzogenplatz findet nicht statt

Aktionstag von „Friday for future“: Keine Schülerproteste in Uelzen

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Schüler demonstrieren seit Monaten für eine zukunftsfähige Klimapolitik: Zu einem groß angelegten Aktionstag sollte heute auch in Uelzen protestiert werden, doch es fand sich niemand, der eine Demonstration anmelden wollte.

Uelzen/Lüneburg – Rund um den Globus werden Schüler heute Vormittag bei einem groß angelegten Aktionstag der „Friday-for-future-Bewegung“ für eine zukunftsfähige Klimapolitik demonstrieren.

Die hiesigen Jusos machten sich, wie berichtet, dafür stark, dass auch in Uelzen heute Schüler auf die Straße gehen – Banner und Plakate sollten am Herzogenplatz geschwungen werden, so der Plan. Solche Bilder wird es aber nicht geben, wie Johannes Flügge von den Jusos auf AZ-Nachfrage erklärt.

Es hat sich niemand gefunden, der die Demonstration für Uelzen anmelden wollte. „Mit unserem Vorhaben sind wir damit zunächst gescheitert“, sagt Johannes Flügge. Unter den Uelzener Schülern, die sich für die entstandene Protestbewegung engagieren, seien nur wenige Volljährige zu finden. Und gerade das sei eine Voraussetzung für das Anmelden einer Demonstration – „es geht auch um Haftungen“, erklärt Flügge.

VON NORMAN REUTER

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Zur Erklärung

„Friday for future“

ist eine Protestbewegung, die auf die schwedische Schülerin Greta Thunberg zurückgeht. Die heute 16-Jährige war im vergangenen Jahr nach den Sommerferien nicht wieder zur Schule gegangen, sondern setzte sich Tag für Tag vor den Reichstag in Stockholm, um sich für den Umweltschutz stark zu machen.

Thunberg erklärte: „Wir können nicht länger die Welt retten, indem wir uns an die Regeln halten. Es ist Zeit zu rebellieren, um die Zukunft zu retten.“ Schüler solidarisierten sich mit der Klimaaktivistin, so entstanden die Proteste jeweils freitags am Vormittag. Für den heutigen Freitag wurde zu Demonstrationen rund um den Globus aufgerufen. Erwartet werden Proteste in mehr als 50 Ländern.

Die Bewegung nutzt die digitalen Nachrichtendienste und sozialen Netzwerke wie Facebook, Twitter und Whatsapp, um sich zu organisieren.

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