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Aktionstag an der Wolterburger Mühle dreht sich um den Klimaschutz

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Von: Norman Reuter

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Das Ensemble „Freches Blech“ um seine Leiterin Dorothee Drögemüller spielt gestern an der Woltersburger Mühle auf.
Das Ensemble „Freches Blech“ um seine Leiterin Dorothee Drögemüller spielt gestern an der Woltersburger Mühle auf. © Reuter, Norman

Wie lässt sich Energie sparen? Was hilft der Natur? Solche Fragen werden gestern an der Woltersburger Mühle beim Aktionstag „Nachhaltig Uelzen“ beantwortet. Aber auch Kabarett, Musik und Theater sind zu erleben.

Uelzen-Woltersburg ‒ Auch wenn die Natur zurzeit nach Wasser lechzt: Dass gestern über Uelzen keine einzige Wolke zu entdecken ist, die Sonne ihre Kraft demonstriert, lässt Karina Timmann vom Klimaschutzmanagement der Hansestadt Uelzen durchatmen. „Das Wetter spielt mit“, sagt sie.

Über Monate ist der Aktionstag „Nachhaltig Uelzen“ auf dem Gelände der Woltersburger Mühle vorbereitet worden. Auch weil das Wetter gestern passt, ist das Areal um halb elf schon gut mit Besuchern gefüllt.

Lokale Gruppen informieren an der Mühle über Themen wie Natur- und Umweltschutz sowie gesundes Essen. E-Autos und E-Bikes werden vorgestellt. Besucher können sich über Heidekräuter informieren. Aber auch der Musik lauschen, die das „Freche Blech“ aus Holdenstedt bietet. Für Kinder ist eine Hüpfburg zu besteigen sowie Hühnerarten zu bestaunen.

Es werde nicht mahnend der Zeigefinger in Sachen Umweltschutz erhoben, so Karina Timmann. „Vielmehr ist es die Verbindung aus Unterhaltung, Information, Essen und im Freien sein.“ Das locke die Menschen an, die miteinander ins Gespräch kommen würden.

Anna Eggers, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises (re.), informiert mit ihren Kolleginnen von der Stadt.
Anna Eggers, Klimaschutzbeauftragte des Landkreises (re.), informiert mit ihren Kolleginnen von der Stadt. © Reuter, Norman

Brigitte Wagner und Jürgen Pusch gehören gestern zu den Besuchern. Neugierig seien sie gewesen – nicht nur auf das Programm, sondern auch auf die Woltersburger Mühle, erzählen sie. „Das letzte Mal war ich an der Mühle, als alles zu zerfallen drohte“, so Jürgen Pusch. Wie sich das verändert habe. Begeistert seien sie von der Organisation des Aktionstages, es gebe leckeren Wein und auch über den Stadtgutschein freuten sie sich, sagt Brigitte Wagner. Mehrere hundert Stadtgutscheine waren für jene bereitgestellt worden, die mit dem Rad kommen.

Uelzens Bürgermeister Jürgen Markwardt lobt gestern nicht nur Gerard Minnaard dafür, dass er die Vision hatte, aus der Mühle eine Begegnungsstätte zu machen, er erinnert auch daran, dass es an einem selbst liege, einen Beitrag zum Klimaschutz zu leisten. „Das hat auch viel mit der inneren Einstellung zu tun“, sagt Markwardt.

Ob das Rad an der richtigen Stelle stehen bleibt? Beim Aktionstag gibt es auch Kleinigkeiten zu gewinnen. Solche Angebote werden gestern gut angenommen.
Ob das Rad an der richtigen Stelle stehen bleibt? Beim Aktionstag gibt es auch Kleinigkeiten zu gewinnen. Solche Angebote werden gestern gut angenommen. © Reuter, Norman

Davon berichtet auch Kabarettist Jan Jahn in seinem Programm „Zehn Schritte bis zum Weltretter“. Mit manch bitterbösen Liedzeile will er seine Zuhörer wachrütteln: „Bring du den Müll runter, dann spare ich die Energie.“ Irritierend auch: 20 Millionen Menschen würden für eine bessere Fitness joggen gehen, aber wenn der Fernseher eingeschaltet werden solle, brauche es die Fernbedienung und damit den Standby-Modus, der Haushalte Geld koste.

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