Ein Baum, der Wünsche erfüllt

Aktion für Bedürftige in Uelzen startet in die dritte Auflage – im Zeichen von Corona

Sie zeichnen für die Wünschebaum-Aktion verantwortlich (von links): Tanja Mainz von der Diakonie, Mehrwertladen-Leiterin Silvana Seidel und Iris Junge, Pastorin der St.-Marien-Gemeinde.
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Sie zeichnen für die Wünschebaum-Aktion verantwortlich (von links): Tanja Mainz von der Diakonie, Mehrwertladen-Leiterin Silvana Seidel und Iris Junge, Pastorin der St.-Marien-Gemeinde. 

Uelzen – „Aller guten Dinge sind drei“, sagt Iris Junge, Pastorin der St. -Marien-Kirchengemeinde. Gemeint ist damit der Wünschebaum, der in diesem Jahr in seine dritte Auflage startet.

Bedürftige Uelzener können auf Sterne ihre Weihnachtswünsche aufschreiben, damit auch ärmere Kinder an Heiligabend Geschenke unterm Baum finden. Eröffnet wird der Baum im Gottesdienst zum ersten Advent am 29. November, um 10.30 Uhr in der St.-Marien-Kirche. Danach ist er im Mehrwertladen an der Schuhstraße zu finden. Wer Kindern eine Freude machen möchte, kann sich einen Stern vom Baum nehmen und das Geschenk dann wieder im Mehrwertladen abgeben.

„So wie es mir scheint, ist es in diesem Jahr besonders sinnvoll“, sagt Iris Junge, denn der Bedarf an finanzieller Unterstützung sei gewachsen – nicht nur wegen Corona, sondern vor allem wegen allgemein steigender Preise. „Es trifft als Erstes die, die sowieso schon wenig haben“, weiß auch Tanja Mainz von der Diakonie.

Umso erstaunlicher, dass rund 50 der insgesamt 100 vorbereiteten Sterne noch nicht ausgegeben sind. In diesem Jahr sei die Vergabe besonders schwierig, sagt Silvana Seidel, Leiterin des Mehrwertladens. Den Leuten sei es zunehmend unangenehmer, entsprechende Hilfe anzunehmen – trotz einer schwierigen, finanziellen Lage.

Ähnlich beschreibt es auch Tanja Mainz, da in den Beratungsstellen, wo auch Sterne ausgegeben werden, der Kontakt zu den Betroffenen aufgrund der Corona-Lage vorwiegend auf das Telefon beschränkt sei. „Es ist nicht so einfach für uns, an die Menschen heranzukommen“, erklärt Mainz.

Dass der Wünschebaum in diesem besonderen Jahr ausfallen würde, stand jedoch nie zur Debatte. Die ganze Aktion könne auch corona-konform durchgeführt werden, betont Mainz. Selbst wenn sich die Lage verschärft, der Einzelhandel und damit auch der Mehrwertladen schließen müsste, sei man bereit: „Auch dann werden wir Möglichkeiten finden, Geschenke anzunehmen und auch zu verteilen.“

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