Unterwegs im Metronom von Celle nach Uelzen

15 Afrikaner ohne Papiere festgenommen

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Symbolfoto

Celle/Uelzen. Ein großer Schlag gegen illegale Schleuser gelang gestern der Polizei. Zwei Bundespolizisten hatten am Vormittag im Metronom 82822 auf der Fahrt von Celle nach Uelzen zunächst fünf Afrikaner ohne Ausweisdokumente überprüft. Nach dem Halt in Uelzen wurden weitere acht ausländische Staatsangehörige ohne Papiere im Zug und beim Ausstieg ermittelt. Sie wurden wegen Verdacht des Verstoßes gegen das Aufenthaltsgesetz vorläufig festgenommen.

Ein weiterer Afrikaner wartete auf dem Bahnsteig am Hundertwasserbahnhof und sollte offenbar "Umsteigehilfe" Richtung Norden leisten. Die beiden Bundespolizisten konnten seine Verbindung zur Gruppe nachweisen, weil sie das Mobiltelefon eines Mannes aus dem Zug benutzten und darauf das Handy des Mannes auf dem Bahnsteig klingelte.

Die Gruppe hatte sich laut Polizei zwar im Zug verteilt, befand sich jedoch mit untypischem Reisegepäck auf der Fahrt Richtung Norden. Einige trugen ein Foto eines Schleusers in ihren Taschen. Der Polizei ist bekannt, dass immer wieder Afrikaner ohne Aufenthaltstitel auf der Süd-Nord-Route nach Skandinavien reisen. So wurden heute auch drei Männer aus Eritrea im Bahnhof Neumünster ohne Papiere festgenommen.

Unter den insgesamt 15 Personen, darunter eine 23-jährige Frau, befanden sich auch die drei mutmaßlichen Schleuser aus Eritrea. Nur zwei der drei verdächtigen Schleuser verfügten über Aufenthaltsgenehmigungen.

Bei den Durchsuchungen wurden Fahrscheine für italienische Fährschiffe aufgefunden. Außerdem stellte die Polizei fest, dass es sich bei den geschleusten Personen um neun eritreische und drei sudanesische Staatsangehörige im Alter von 16 bis 39 Jahren handelt. Durch diese Personen sowie einen der mutmaßlichen Schleuser wurde Asylbegehren geäußert. Die beiden anderen mutmaßlichen Schleuser im Alter von 25 und 28 Jahren verfügen über Flüchtlingsausweise und halten sich im Raum Offenburg auf.

In Absprache mit dem Polizeikommissariat Uelzen und der Ausländerbehörde Uelzen wurden 13 Personen Anlaufbescheinigungen für die Aufnahmeeinrichtung in Braunschweig ausgehändigt. Sie wurden mit Essen und Getränken versorgt. Alle Personen wurden gegen 17 Uhr wieder entlassen. Fluchtgefahr bestand nicht. Ermittlungen gegen drei mutmaßliche Schleuser dauern an.

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