Vorstandsmitglied, Landes- und Kreisvorsitzender will „Politik von der Pike auf lernen“

AfD: Hampel will in den Kreistag

sk Uelzen. Er ist im Bundesvorstand der Alternative für Deutschland (AfD), deren Landesvorsitzender in Niedersachsen und Kreisvorsitzender in Uelzen – und er will bei den Kommunalwahlen in den hiesigen Kreistag einziehen: Armin-Paul Hampel.

Die erfolgreichen AfD-Wahlkämpfe vor den Landtagswahlen in Rheinland-Pfalz, Sachsen-Anhalt und Baden-Württemberg hat der Wriedeler mitgeprägt.

Armin-Paul Hampel

Der 58-jährige Zeitungs- und Fernseh-Journalist, der einst beim „Bonner Generalanzeiger“ ausgebildet wurde und später unter anderem für Sat1, RTL und die ARD arbeitete, sagte jetzt gegenüber der AZ: „Ich bin ein großer Fan davon, Dinge von der Pike auf zu lernen. Das möchte ich auch auf politischer Ebene tun und für die AfD für den Kreistag auf Listenplatz 1 kandidieren.“

Nach den Sommerferien, so Hampel, werde die AfD anfangen in Uelzen „mächtig die Trommel zu rühren.“ Der Kreisverband habe derzeit rund 35 Mitglieder.

Hampels Bezug in die Region reicht bis in seine Kindheit zurück, er verbrachte regelmäßig Ferien bei einer Großtante im Raum Ebstorf. Uelzen war deswegen für ihn, der als Auslandskorrspondent auchlange in Asien lebte, so positiv besetzt, dass der Vater von vier Kindern vor einiger Zeit mit seiner Frau nach Wriedel zog.

Heute sagt er über Uelzen Dinge wie: „Die lokale Führung weiß gar nicht, wo es hingehen soll“, „Seit ich hier bin, tat mir Uelzen von Anfang an leid“ und „Die Stadt hat keine Identität“. Sein Ansatz, um diesem Defizit entgegenzuwirken, nennt er: „Uelzen, die Land-Stadt“. „Ich hätte Uelzen schon längst zu einem Aushängeschild für die niedersächsische Landwirtschaft gemacht – wo ist die Uelzener Pferdeschau, die Uelzener Treckerparade, das Kartoffel- oder Rübenfest?“, fragt Hampel und ergänzt, dass das Herausarbeiten eines ländlichen Profils – auch städtebaulich – etwas für ein Wahlprogramm sein könne.

Auch der Ausbau der Kommunikationtechnik eine Aufgabe, die er anpacken würde – Hampel: „In meinen zehn Jahren als Auslandskorrespondent in Indien hatte ich besseren Handyempfang als hier im Kreis.“ Und auch die Einflussnahme auf kleinere und größere Bauprojekte seien ihm wichtig, beispielsweise äußert er sich zum Thema Windenergie kritisch.

Lesen Sie am Freitag einen umfangreichen Artikel dazu im E-Paper und in der Printausgabe der AZ.

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