Jugendamt wird den Nachwuchs für Uelzen und Lüchow-Dannenberg vermitteln

Adoptionen: Büro für zwei Kreise

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Der Wege zu einer Adoptivfamilie: Das hiesige Jugendamt ist wohl bald für Uelzener und Lüchow-Dannenberger zuständig.

Uelzen. Die Uelzener Kreisverwaltung wird voraussichtlich künftig die Vermittlung von Adoptionen für den hiesigen Landkreis und Lüchow-Dannenberg übernehmen. Einen Anteil von 23 Prozent an der gemeinsamen Adoptionsvermittlungsstelle wird der Nachbarkreis tragen.

Dort ist die zuständige Mitarbeiterin im vergangenen Jahr in den Ruhestand gegangen, seither ist die Stelle dort unbesetzt. Das gemeinsame Büro für beide Landkreise ist Teil des Jugendamtes und würde sobald wie möglich aktiv werden.

Dazu wurde eine Zweckvereinbarung erarbeitet, die von den Landräten beider Kreise, Dr. Heiko Blume und Jürgen Schulz, unterzeichnet wird. Der Jugendhilfe-Ausschuss hat auf seiner jüngsten Sitzung dem aktuellen Vorschlag zugestimmt. Zudem haben die Mitglieder bestätigt, dass der Kreisausschuss auch im Falle einer Änderung der Zweckvereinbarung durch das niedersächsische Innenministerium darüber beraten darf, ohne eine weitere Beratung im Jugendhilfe-Ausschuss. Denn eine Rückmeldung des Ministeriums steht noch aus. Auf diese Weise möchte Jugendamts-Leiterin Brigitte Lindenthal Zeit sparen. Der bisherige Vertrag muss zudem von der Gemeinsamen Zentralen Adoptionsstelle (GZA) in Hamburg genehmigt werden.

Jeder Mitarbeiter muss über ein Einzelbüro verfügen, um die Vertraulichkeit der Gespräche sicherzustellen. Derzeit bearbeiten für den Landkreis Uelzen zwei Personen das Thema, kombiniert mit den Aufgaben des Pflegekinderdienstes. Deren Stunden werden für die gemeinsame Stelle aufgestockt. Voraussetzung für die Tätigkeit sind ein abgeschlossenes Fachhochschulstudium als Diplom-Sozialarbeiter oder Sozialpädagoge sowie berufliche und persönliche Erfahrung. Die Voraussetzungen für diese Stelle könne der Landkreis Lüchow-Dannenberg nicht erfüllen, „daher ist er an uns herangetreten“, erklärt Brigitte Lindenthal.

Von Diane Baatani

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