Von 833 auf 924 – Polizei prognostiziert Steigerung um rund zehn Prozent

Achtung! Mehr Wildunfälle

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Die 2007 von der Polizeiinspektion Lüneburg gestartete Aktion „Drei Beine in drei Landkreisen“ soll aufgefrischt werden: Die Standorte der orangefarbenen Konstrukte sollen aktualisiert, das Holz muss neu gestrichen werden.

Uelzen/Landkreis. Mit einer steigenden Anzahl an Wildunfällen rechnet der Sachbearbeiter Verkehr der Polizeidirektion Lüneburg-Uelzen, Andreas Dobslaw. Waren es bereits zur Hälfte des Jahres, Ende Juni, 462 Unfälle, bestätigte sich dieser Trend auch in den vergangenen Wochen.

Hochgerechnet bis Ende des Jahres ergäben sich 924 Unfälle, an denen Rehe, Wildschweine oder andere Tiere beteiligt sind. Das wären dann 91 mehr als noch im Jahr 2011 – vor einem Jahr waren 833 Wildunfälle registriert worden. Gemeinsam mit dem Landkreis und vor allem den Jägerschaften Uelzen und Lüneburg sollen nun Konzepte erarbeitet werden, mit deren Hilfe die Zahl der Unfälle mit Tieren gesenkt werden könnten. Ein bisher gängiges Konzept ist, Orte, an denen sich Wildunfälle ereignet haben, mit einem organgefarbenen Dreibein zu versehen. Diese bleiben dort ein Vierteljahr stehen und warnen Autofahrer vor starkem Wildwechsel.

Kaum noch Beachtung finden in den Augen von Kreisjägermeister Gernot Magyar die Warnschilder „Wildwechsel“. Deshalb soll nun kontrolliert werden, ob die Gefahrenstellen noch immer gegeben oder schon längst überholt seien. „Manche Schilder stehen seit 15 bis 20 Jahren an der gleichen Stelle“, sagt Magyar. Orte beispielsweise, an denen teilweise Zäune entstanden seien, so dass die Tiere sich längst einen anderen Weg gesucht hätten. Neue Reflektoren mit blauem Licht hingegen seien sehr effektiv, so der Kreisjägermeister. Sie wirkten jedoch nur bei Dunkelheit und seien nicht gerade billig. Fünf Euro pro Stück müsse die Jägerschaft aufbringen.

Von Jörn Nolting

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