Abstimmung für Schuhstraße-Quartier bis März / HBB will Zeitplan fürs Marktcenter beibehalten

Vertrag und Baustart im Frühjahr

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Die HBB hat der Politik versichert, das Projekt Marktcenter am Veerßer Tor so schnell wie möglich umzusetzen. Ariane Schmäschke, Fraktionsvorsitzende der Grünen, hält die Meinungen von Kritikern für Stimmungsmache. 

Uelzen. Die Investoren für das neue Quartier an der Schuhstraße/Mühlenstraße wollen das Bebauungsplanverfahren der Stadt abwarten, bevor sie ihre Verträge abschließen. Das berichtete gestern Stadtbaurat Karsten Scheele-Krogull.

Im Verwaltungsausschuss der Stadt hatte Projektentwickler Reinhard Mussehl von der Hanseatischen Betreuungs- und Beteiligungsgesellschaft (HBB) der Politik den aktuellen Planungsstand für die Grundstücke an der Schuhstraße und am Veerßer Tor vorgestellt.

Bei dem Anlass sei auch darüber informiert worden, dass für Anfang Februar weitere Abstimmungsgespräche zwischen der HBB und zwei weiteren Investoren für die Vorgehensweise an der Schuhstraße vereinbart seien. Nach Abschluss des Bebauungsplanverfahrens im März wollen die Parteien sich vertraglich festlegen.

„Theoretisch könnte jetzt gebaut werden“, erklärte Scheele-Krogull, „aber dann bleibt für den Bauherrn ein Risiko. Das möchte er natürlich ausschließen.“ Wie berichtet, wollen die Investoren an der Schuhstraße Wohn- und Geschäftshäuser und an der Mühlenstraße Wohnhäuser bauen. Die Gebäude sollen voraussichtlich Ende 2015 bezogen werden können.

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In seinem nicht öffentlichen Vortrag über das geplante Marktcenter habe Mussehl erklärt, dass die HBB weiterhin mit zwei möglichen Betreibern des Elektronikfachmarktes verhandle und an dem Ziel, im Frühjahr mit dem Hochbau zu beginnen, festhalte. „Herr Mussehl hat bekräftigt, dass das Vorhaben inklusive des Elektrofachmarktes vertragsgemäß mit mindestens 2000 Quadratmetern durchgeführt wird“, berichtete Bürgermeister Otto Lukat. Er wies daraufhin, dass sich die HBB bisher vertragsgemäß verhalten und 2,22 Millionen Euro für das Schuhstraßen-Quartier und das geplante Marktcenter sowie den damit zusammenhängenden Bau der Kreisverkehre investiert habe. „Von daher haben wir das positiv entgegengenommen.“ Eine Frist zur weiteren Vorgehensweise bestehe nicht.

Zudem hält das von der Stadt beauftragte Fachanwaltsbüro von Dr. Dietrich Borchert in Hannover die Beschwerde des anfänglichen Mitbewerbers GWB für aussichtslos. Es hätten sich, nachdem sich die Media-Saturn-Gruppe aus dem Projekt zurückzog, keine wesentlichen Veränderungen ergeben, die eine Neuauschreibung erforderlich machen würden.

CDU-Fraktionsvorsitzender Stefan Hüdepohl erklärte gestern auf AZ-Nachfrage, dass auch aus anderen Fällen bekannt sei, dass für Verhandlungen mit Mietern durchaus ein halbes Jahr einkalkuliert werden müsste. Er kritisierte, dass ihm die nötigen Informationen von der Verwaltung gefehlt hätten. Diese Kritik übte auch WIR für Uelzen, deren Mitglieder sich besseren Zugang zu den Verträgen zwischen der HBB und der Stadt erhofft hätten. SPD-Fraktionsvorsitzender Ralf Munstermann war gestern für eine Stellungnahme nicht zu erreichen. Das Fazit nach der Sitzung von Ariane Schmäschke (Die Grünen) lautete: „Es wird ein bisschen Stimmung gemacht und das ist nicht so gut für so ein Projekt.“

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