Abgerissene Fäden aufnehmen

Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen sprach in der St.-Marien-Kirche den Segen für den neuen Propst.

Uelzen/Landkreis - Von Marc Rath . „Viele im Kirchenkreis Uelzen atmen auf, dass die propstlose Zeit zu Ende ist. Nun ist der Neue da“, begrüßte Landessuperintendent Hans-Hermann Jantzen gestern Nachmittag Jörg Hagen an seiner künftigen Wirkungsstätte. Der amtierende Vertreter des Bischofsamtes der hannoverschen Landeskirche führte den 53-jährigen Pastor in der St.-Marien-Kirche vor rund 500 Gottesdienst-Besuchern in sein neues Amt ein. Von Marc Rath

Die „überwältigende Mehrheit“ (52 von 60 Stimmen), die der Nachfolger des Ende vergangenen Jahres zurückgetretenen Wolf von Nordheim im Juni bei seiner Wahl durch den Kirchenkreistag erhalten hatte, wertete Jantzen als „Zeichen des Vertrauens und der Hoffnung, die die Menschen in Sie setzen“, sagte er zu Hagen, dem er „gute Voraussetzungen“ für seine neue Aufgabe attestierte.

Der Landesbischof lobte insbesondere Hagens Ansatz bei seiner letzten Pfarrstelle, der Osnabrücker Katherinen-Gemeinde – den Glauben Christi in die Gesellschaft hinein zu vermitteln und Verbindungen zu schaffen. „Sie sind ein Netzwerker. Das ist gut, denn wir brauchen die Koalition aller Menschen guten Willens“, unterstrich Jantzen. Der Kirchenkreis benötige diese Fähigkeit „ganz besonders“, betonte der amtierende Bischofsvikar. Der neue Propst werde viele Netze vorfinden, aber auch lose Enden, die er verbinden könne. „Es gibt aber auch abgerissene Fäden, die Sie behutsam und mit viel Fingerspitzengefühl zusammenfügen sollen“, gab er Jörg Hagen mit auf den Weg.

Nach dem 90-minütigen Gottesdienst folgte ein gutes Dutzend Grußworte, bevor sich eine lange Schlange derer bildete, die beim anschließenden Empfang im Hohen Chor dem neuen Propst auch persönlich ihre Wünsche überbringen wollten. Hagen freute sich sichtlich über diese freundliche Aufnahme: „Das macht Lust auf die kommende Zeit.“

Ein ausführlicher Bericht folgt in der morgigen Ausgabe.

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