Abfallwirtschaftsbetrieb verzeichnet steigende Zahl an Behältern im Kreis Uelzen

Biotonnen voll im Trend

+
Biologische Abfälle gehören in die entsprechende Tonne. Das wissen immer mehr Bürger im Kreis Uelzen und haben deshalb in den vergangenen Jahren eine zunehmende Zahl an Biotonnen bestellt. Insgesamt 19 644 von ihnen waren 2013 im Umlauf.

Uelzen/Landkreis. Die Zahl der Biotonnen ist in den vergangenen Jahren im Landkreis Uelzen stetig gestiegen, dafür stagniert die Zahl der Restmüllbehälter: Dieses Fazit zog Andreas König, Kundenberater des kreiseigenen Abfallwirtschaftsbetriebes (awb), jetzt bei der Vorstellung der Müllbilanz 2013.

Und noch einen weiteren Trend machte König aus: „Bei den Restabfallbehältern bestellen die Haushalte zunehmend kleinere Größen."

Andreas König

Insgesamt sind im zurückliegenden Jahr 17 539 Tonnen Restmüll im Kreis Uelzen angefallen. Zum Vergleich: Im Jahr zuvor waren es noch 18 194 Tonnen, 2008 lag die Menge sogar bei 19 313 Tonnen. Hier machten sich die sinkenden Bevölkerungszahlen bemerkbar, erläutert König. Denn zwischen 2008 und 2013 sei die Zahl der Einwohner im Kreisgebiet von 95 500 auf etwa 92 500 zurückgegangen. Gleichzeitig sei die Restabfallmenge, inklusive der Sperrmüll-Selbstanlieferungen in der Deponie Borg, pro Kopf spürbar gesunken – innerhalb der vergangenen sechs Jahre von 231 auf 213 Kilogramm. „Hier wirken sich Mülltrennung und Müllvermeidung aus“, erklärt König.

Offenbar um Müllgebühren zu sparen, tendieren immer mehr Bürger zu kleineren Tonnengrößen. So nimmt die Zahl der 80- und 120-Liter-Restmüllbehälter kontinuierlich ab, dafür wird die 2011 eingeführte Single-Tonne mit einem Volumen von 40 Litern immer beliebter. Schon mehr als 2600 dieser Behälter waren im vorigen Jahr im Landkreis Uelzen im Umlauf. Außerdem bestellen inzwischen mehr Haushalte Biotonnen, deren Gebühren im Vergleich zu Restmüllbehältern erheblich günstiger sind. Gab es vor sechs Jahren 18 459 dieser Behälter im Kreisgebiet, waren es 2013 bereits 19 644. Zugleich erhöhte sich das Pro-Kopf-Aufkommen beim Biomüll, die Selbstanlieferung von Garten- und Parkabfällen in Borg mitgerechnet, von 125 auf 130 Kilogramm.

„Das Bewusstsein der Bürger, ihren Biomüll zu trennen, ist gewachsen“, resümiert Kundenberater König. Seien biologische Abfälle vor einigen Jahren noch in der Restmülltonne oder auf dem Komposthaufen im Garten entsorgt worden, tendierten nun immer mehr Haushalte dazu, eine Biotonne anzuschaffen und diese mit einem kleinerern Restmüllbehälter zu kombinieren.

Von Bernd Schossadowski

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare