Hohe Transportkosten: Politik berät ab Montag

Die Abfallgebühren im Landkreis Uelzen steigen

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Die Restmüllabfuhr soll teurer für die Bewohner werden.

Uelzen/Landkreis. Den Einwohnern des Landkreises Uelzen blühen ab dem kommenden Jahr höhere Müllgebühren. Angehoben werden sollen die Sätze für die Abfuhr von Restmülltonnen.

Auch wer Reststoffe nach Borg fährt, soll für die Entsorgung tiefer in das Portemonnaie greifen müssen. So sieht es eine Gebührenkalkulation des Abfallwirtschaftsbetriebes des Landkreises für die Jahre 2016 bis 2018 vor, die ab Montag von der Politik beraten wird. Eine definitive Entscheidung über eine Anhebung der Gebühren wird der Kreistag treffen.

2005 und 2011 waren die Abfallgebühren im Landkreis zuletzt angehoben worden. Die Anpassungen damals wie auch die geplante sind die Folgen einer Gesetzesänderung, aus dem Jahr 2005, die besagt, dass unbehandelter Müll nicht mehr abgelagert werden darf. So werden seitdem die im Landkreis eingesammelten Abfälle zwar im Entsorgungszentrum in Borg angenommen, von dort aus aber weiter zu Verbrennungs- und Verrottungsanlagen nach Helmstedt transportiert. Dadurch entstehen zusätzliche Umschlag- und Transportkosten. Mit den letzten beiden Anpassungen seien diese höheren Kosten zu 75 Prozent aufgefangen worden, mit der erneuten Anhebung der Gebühren würden sie dann vollends gedeckt, heißt es in den Beschlussunterlagen für die Politik. Die Kalkulation berücksichtigt auch höhere Personalkosten durch tarifliche Steigerungen sowie das erwartete Müllaufkommen.

Unberührt bleiben die zu zahlenden Grundgebühren für Abfallbehälter, so Simon Goerge, Leiter des Abfallwirtschaftsbetriebes. Die Anhebung betreffe den Anteil an den Müllgebühren, mit dem der Transport und die Behandlung bezahlt werde. Hier sind Steigerungen von teils mehr als 20 Prozent geplant. Unterm Strich haben Kreisbewohner nach einer Anpassung beispielsweise für eine Abholung einer 80-Liter-Tonne im zwei Wochen-Rhythmus statt bisher 147,60 Euro jährlich dann 178,80 Euro zu zahlen. Rund 17000 solcher Tonnen werden im Kreis geleert. Für eine 120-Liter-Tonne wären dann 238,80 Euro statt bisher 190,80 Euro zu zahlen. Bei in Borg angelieferten Reststoffen werden bis zu einem Gewicht von 200 Kilogramm dann 19 Euro fällig.

Von Norman Reuter

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