Neue Klagen könnten ersten Spatenstich zusätzlich verzögern

A 39: Baustart nicht vor 2021

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Diese Spaten stecken an der A 39 – allerdings an der Einmündung zur A 7, wo das Dreieck umgebaut wird.

Lüneburg / Wolfsburg – Was haben die Deutsche Bahn und die A 39 gemeinsam? Nun, es kommt immer wieder mal zu Verspätungen.

Lachen kann darüber allerdings so mancher in der Region schon länger nicht mehr – auch nicht in dieser Woche, in der klar geworden ist, dass es vor 2021 keinen Spatenstich für die Autobahn von Wolfsburg nach Lüneburg geben wird.

Das niedersächsische Ministerium für Wirtschaft und Verkehr hat entsprechende Medienberichte auf Anfrage bestätigt. Einen Baubeginn im A 39-Abschnitt 7 (Wolfsburg-Ehra) wird es nun frühestens in zwei Jahren geben, vorgesehen war er mal für dieses Jahr. Hintergrund sind die Planungsmängel, die das Leipziger Bundesverwaltungsgericht der Landesbehörde für Straßenbau und Verkehr im Juli attestiert hat.

Um diese Mängel abzustellen, muss nun ein neuer Planfeststellungsbeschluss her, das nötige Verfahren wird laut Wirtschaftsministerium voraussichtlich nicht vor Ende 2020 beendet sein. Und gegen das Ergebnis kann dann auch wieder geklagt werden, so dass ein Baustart in 2021 keineswegs amtlich ist.

Auch andere Abschnitte werden nicht schneller über die Ziellinie kommen: Am weitesten gediehen sind die Planungen für Abschnitt 1 bei Lüneburg. Die Planfeststellung soll Ende 2020 erfolgen, Baubeginn laut Ministerium Ende 2021. Wenn keiner klagt.

Für Abschnitt 6 (Ehra-Wittingen) bearbeitet die Behörde derzeit die Einwendungen, für Februar 2020 ist ein Erörterungstermin vorgesehen. Auch hier rechnet das Ministerium für Ende 2021 mit einem Baubeginn – „vorbehaltlich etwaiger Klagen und der sich daraus ergebenden Aufgabenstellungen“.

Der Abschnitt 5 (Wittingen-Bodenteich) soll Mitte 2020 ins Planfeststellungsverfahren gehen und ab 2024 gebaut werden (wenn keiner klagt). Der Beginn des Planfeststellungsverfahrens für den westlichen Teil der Querspange B 190n (von der B 4 zur A 39) ist für 2025 geplant.

VON HOLGER BODEN

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