A-39-Gegner setzen auf Stopp

AnnetteNiemann

mr Uelzen/Salzwedel/Berlin. „Der Bund baut künftig keine neuen Straßen mehr“ titelte dieser Tage das Handelsblatt. Das Wirtschaftsblatt berief sich dabei auf einen internen Vermerk aus dem Bundesverkehrsministerium, wonach bis 2014 jährlich zehn Milliarden Euro nur noch für den Erhalt von Verkehrswegen zur Verfügung gestellt werden sollen.

„Diese Entscheidung ist seit langem überfällig“, erklärte gestern die Dachverbandssprecherin der A-39-Gegener, Annette Niemann. „Statt nach jahrzehnte alten Plänen unreflektiert schädliche Repräsentationsprojekte wie die mindestens 680 Millionen Euro teure A 39 zu bauen, sollte das Geld in die Ausbildung von Ingenieuren fließen, die intelligente Verkehrsleitsysteme entwickeln können.“

Das Bundesverkehrsministerium selbst spricht dagegen von einem „Kassensturz“ und verweist auf die Überprüfung des Bundesverkehrswegeplans, die bis zum Herbst verabschiedet werden soll. Die Liste, auf der die A 39 im vordringlichen Bedarf verzeichnet ist, war 2003 aufgestellt worden, gilt aber als 2,5fach überzeichnet.

Auf die Überarbeitung setzen in der Altmark auch die Gegner der B190n, der geplanten Querspange für die beiden Autobahnen 39 und 14. Die Bürgerinitiative hatte am Montag Wilfried Hermann (Grüne), Vorsitzender des Bundestags-Verkehrsausschusses, zu Gast. Der riet, in Berlin Druck für den Ausbau der B 71 als Alternative zu machen. Der Altmarkkreis hat sich zwar für den Ausbau der B 71 ausgesprochen, den Bau der B 190n bis Bodenteich aber nicht konkret abgelehnt. Auch das Land Sachsen-Anhalt war den B190n-Gegnern nicht gefolgt.

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