900 000 Euro fürs Kreishaus

Umbau- und Sanierungsmaßnahmen stehen im Uelzener Kreishaus an. Unter anderem wird Raum 52, der ehemalige Speisesaal der Kantine, in Besprechungsräume umgewandelt. Foto: Ph. Schulze

Uelzen/Landkreis. Es ist mehr als 50 Jahre alt und bedarf nun einer sprichwörtlichen Frischzellenkur: Teile des Uelzener Kreishauses sollen nach dem Willen der Verwaltung umgebaut und modernisiert werden. Insgesamt könnten sich die Kosten auf rund 900 000 Euro belaufen.

Allein mehr als 600 000 Euro – verteilt auf drei Jahre – veranschlagt der Landkreis für die Umsetzung eines neuen Brandschutzkonzeptes. „Dabei werden unter anderem weitere Fluchtwege über den Bau von Außentreppen geschaffen“, kündigt Baudezernent Frank Peters an. Die neuen Rettungstreppen sollen im Bereich der Feuerwehr-Einsatzleitstelle und des IT-Verbundes errichtet werden und bei Feuer oder sonstigen Gefahren für einen schnellen Fluchtweg sorgen.

Überdies sieht das von einem Ingenieurbüro erstellte Modernisierungskonzept den Einbau von neuen Brandschutzwänden zwischen der zweiten Etage und dem obersten Stockwerk des Kreishauses vor. Nicht zuletzt soll das Dachgeschoss energetisch saniert werden. Geplant ist auch der Einbau feuerfester Türen im Kreishaus, ebenso kleinere Brandschutzmaßnahmen im Kellergeschoss.

„Es ist nichts Ungewöhnliches, dass wir in einem 50 Jahre alten Verwaltungsgebäude Sanierungsbedarf haben“, sagt Peters. Der Landkreis werde nun bei der Stadt Uelzen als Bauaufsichtsbehörde die Genehmigung für die Modernisierung des Gebäudes beantragen. Die wichtigsten Arbeiten sollen im kommenden Jahr beginnen.

Weitere 220 000 bis 260 000 Euro wird – je nach Bauvariante – die Umgestaltung von Raum 52, des Mehrzwecksaals im Erdgeschoss des Kreishauses, kosten. „Wir haben zu wenige Besprechungsräume“, erläutert Peters. Weil dieser Raum nach der Schließung der Verwaltungskantine nicht mehr als Speisesaal genutzt werden muss, soll er nun umgebaut werden. „Wir wollen drei Räume darin unterbringen“, sagt der Dezernent.

Dabei könnte mit dem Einbau einer mobilen Trennwand aus zwei Räumen ein größerer Veranstaltungssaal geschaffen werden. Auf seiner jüngsten Sitzung gab der Kreis-Bauausschuss dazu aber noch kein Votum ab. Die Entscheidung fällt nun Ende Mai im nicht öffentlichen Kreisausschuss.

Von Bernd Schossadowski

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