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7000 Soldaten üben in der Region – Keine Verbindung zu Ukraine-Krieg

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Von: Norman Reuter

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Bei einem ähnlichen Nato-Manöver übten 2019 Soldaten der Bundeswehr mit schwerem Gerät auf einem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. Foto: DPA
Bei einem ähnlichen Nato-Manöver übten 2019 Soldaten der Bundeswehr mit schwerem Gerät auf einem Truppenübungsplatz in der Oberlausitz. © dpa/Robert Michael

Uelzen/Landkreis - Es wird der Ernstfall geprobt, und dafür rücken Fahrzeuge und Soldaten an: Wegen eines groß angelegten Militärmanövers auf den Truppenübungsplätzen Bergen und Munster sowie auf freiem Gelände im Nachbarkreis Gifhorn werden ab Anfang Mai verstärkt Truppenbewegungen in der Region zu beobachten sein.

Wer mit dem Auto unterwegs ist, muss damit rechnen, dass er auf eine Fahrzeugkolonne trifft. .

Nach Angaben der Bundeswehr sind etwa 2000 Fahrzeuge sowie etwa 7000 Soldaten an dem Manöver beteiligt. Es stehe nicht im Zusammenhang mit dem Krieg in der Ukraine, erklärt Oberstleutnant Thomas Poloczek gegenüber der AZ. Vielmehr habe sich Deutschland bereits vor mehreren Jahren dazu bereiterklärt, 2022 bis 2024 in der NATO besondere Aufgaben zu übernehmen, und mit die Speerspitze zu bilden. Dazu gehöre auch die groß angelegte Übung. „Es wird die Landes- und Bündnisverteidigung angenommen“, so Poloczek.

Das Manöver mit dem Namen „Wettiner Heide“ startet kommende Woche. Vor allem aus dem sächsischen Frankenberg werden Lkws, Transporter mit Soldaten an Bord, aber auch Kettenfahrzeuge über das westliche Sachsen-Anhalt die beiden Truppenübungsplätze in der Region ansteuern. Betroffen sind vor allem die Bundesstraßen 188, 189, 190, 71, 248, 244, 214, 491 und 191. Flugzeuge oder Helikopter sollen derweil nicht zum Einsatz kommen.

Thomas Poloczek mahnt zur Vorsicht: Die Fahrzeuge würden in Kolonne fahren. Wer überholen wolle, solle nichts riskieren. Zugleich wird um Verständnis für die Truppenbewegungen auf den Straßen gebeten. Sie erfolgen am Tage.

Voraussichtlich ab dem 7. Mai bis zum 20. Mai ist die eigentliche Übung angesetzt. Sie findet hauptsächlich auf den Truppenübungsplätzen statt – bei Tag und Nacht. In der Gemarkung Wesendorf (Landkreis Gifhorn) werde aber auch freies Gelände genutzt, berichtet der Presseoffizier. Dort seien vor allem Logistik-Einheiten im Einsatz, so Poloczek.

Wer im Kreis wohnt, der lebt mit der Geräuschkulisse der Übungsplätze. Durch das Manöver müsse nach derzeitigem Stand nicht damit gerechnet werden, dass es verstärkt zu Lärm kommt, meint Poloczek. Ab dem 16. Mai ist geplant, dass Soldaten wieder abrücken. Der Verkehr werde dann vor allem über die A2 und A7 erfolgen, erklärt der Presseoffizier.

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