Personal-Akquise durch das DRK läuft

Große Resonanz im Landkreis Uelzen: 50 Ärzte wollen ins Impfzentrum

Für die Mitarbeit in einem Impfzentrum wie dem in der Stadthalle haben sich aus dem Landkreis Uelzen bisher rund 50 Ärztinnen und Ärzte registriert.
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Für die Mitarbeit in einem Impfzentrum wie dem in der Stadthalle haben sich aus dem Landkreis Uelzen bisher rund 50 Ärztinnen und Ärzte registriert.
  • Lars Becker
    vonLars Becker
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Uelzen/Landkreis – Wann das Deutsche Rote Kreuz (DRK) als medizinischer Betreiber die Arbeit im Impfzentrum des Landkreises in der Stadthalle Uelzen konkret aufnehmen kann, ist offen.

Denn noch geht es ja darum, mit mobilen Impfteams in Alten- und Pflegeeinrichtungen die besonders infektionsgefährdete Risikogruppe zu impfen.

Schon jetzt aber ist klar: Die Zahl der Ärztinnen und Ärzte, die im Impfzentrum in Uelzen mitarbeiten und die Menschen gegen das Coronavirus impfen wollen, geht über das Maß der erforderlichen Kapazitäten hinaus.

19 niedergelassene Ärzte wollen impfen

Wie eine Nachfrage der AZ bei der Ärztekammer Niedersachsen (ÄKN) sowie bei der Kassenverärztlichen Vereinigung Niedersachsen (KVN) ergab, haben sich bislang rund 50 Ärzte aus dem Landkreis Uelzen für die Mitarbeit gemeldet. Dabei ist es natürlich möglich, dass diese im Einzelfall auch Bereitschaft erklärt haben, in einem der anderen 49 Impfzentren im Land eingesetzt zu werden.

Für ganz Niedersachsen liegen rund 4000 freiwillige Meldungen von Ärzten vor. „Davon sind 2304 Kassenärztinnen und Kassenärzte, die als Niedergelassene in Arztpraxen tätig sind. Der Rest von rund 1700 sind Ruheständler, Klinikärzte oder Ärzte aus anderen Berufsgruppen mit einer Approbation“, erklärte Detlef Haffke, Leiter der Stabsabteilung für Kommunikation und Information bei der KVN.

Unter den Ärzten aus dem Landkreis Uelzen, die ihre Bereitschaft zur Mitarbeit beim Impfen signalisiert hätten, seien 19 von insgesamt 220 niedergelassenen Ärztinnen und Ärzte gewesen (8,6 Prozent) – also jene, die in Arztpraxen tätig sind, so Haffke.

Thomas Spieker, Leiter Kommunikation und Pressesprecher der Ärztekammer Niedersachsen, sagte im Gespräch mit unserer Redaktion, dass sich konkret bis zum 3. Januar 2021 24 Ärzte aus dem Landkreis Uelzen gemeldet hätten und dann bis zum 11. Januar noch einmal 26 weitere. „Aber eine solche Registrierung bedeutet nicht automatisch, dass jemand zum Einsatz kommt. Das liegt in der Veranwtortung des zuständigen Landkreises, Gesundheitsamtes bzw. des Betreibers“, so Spieker.

Für den Landkreis bestätigte Pressesprecher Martin Theine, dass die Einsatzplanung für das Impfzentrum in der Stadthalle Uelzen in den Händen des DRK liege. Unter den rund 50 Ärztinnen und Ärzten, die als Impfärzte mitarbeiten wollten, seien auch sechs pensionierte Ärzte.

Die Arbeit eines Arztes in einem Impfzentrum wird laut Vereinbarung zwischen dem Land Niedersachsen und der KVN mit 37,50 Euro pro 15 Minuten abzüglich einer Verwaltungspauschale vergütet – also mit 150 Euro pro Stunde. „Die Honorierungsregelung ist tatsächlich gut, aber natürlich geht es den Ärzten vor allem darum, zu helfen. Viele tun das seit Jahren ehrenamtlich, beispielsweise bei ,Ärzte ohne Grenzen‘“, weiß Thomas Spieker.

Große Resonanz auf Stellenanzeige

Um neben Ärzten auch medizinisches Fachpersonal für das Impfzentrum in Uelzen zu akquirieren, hat das DRK laut Kreissprecher Theine Stellenanzeigen geschaltet, die starke Resonanz hervorgerufen hätten. Diverse Anstellungen seien erfolgt, die Personalakquise laufe aber noch. Hier liegt der Verdienst bei rund 30 Euro pro Stunde.

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