Landgericht Lüneburg: Angeklagt wegen unbezahlter Übernachtungen in Hotels und Pensionen

Update: Mann nach 80 Betrugsfällen verurteilt

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Das Urteil: vier Jahre und drei Monate Haft für einen 50-jährigen Betrüger.

Uelzen/Lüneburg. 80 Mal soll ein 49-jähriger Mann sich in Hotels und Pensionen eingemietet haben, ohne für die Übernachtungen zu bezahlen. Drei dieser Unterkünfte befinden sich im Landkreis Uelzen.

+++ UPDATE +++

Die Kreditkarte und den Personalausweis eines Arztes aus Süddeutschland hat er gestohlen und sich mit dessen Identität mehrfach in Pensionen eingemietet, ohne die Rechnungen zu bezahlen: Wegen 77 Betrugsfällen und Diebstählen wurde der 50-jährige Einmietbetrüger vom Landgericht Lüneburg zu vier Jahren und drei Monaten Freiheitsstrafe verurteilt. Der Mann hatte auch im Landkreis Uelzen sein Unwesen getrieben.

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Ursprünglicher Artikel:

Der gebürtige Westfale muss sich deshalb ab morgen vor dem Landgericht Lüneburg verantworten.

Er befindet sich bereits in der Justizvollzugsanstalt, da er schon im August vergangenen Jahres vom Amtsgericht Uelzen wegen Betrugs und Diebstahls in besonders schwerem Fall zu einem Jahr und zwei Monaten Haftstrafe verurteilt worden ist. Dieses Ergebnis des Uelzener Amtsgerichts kann bei einer Urteilsfindung in der anstehenden Verhandlung vor der 1. großen Strafkammer in Lüneburg einbezogen werden, erklärt Volker König, Pressesprecher des Landgerichts Lüneburg.

Bei der Verhandlung im Sommer 2013 ging es um einen Fall in Bad Bevensen. Dort hatte sich der 49-Jährige im Februar 2013 für mehrere Tage in einer Pension eingemietet und war anschließend verschwunden, ohne die Rechnung in Höhe von knapp 500 Euro zu begleichen. Im April 2013 hatte er dann in der Cafeteria eines Krankenhauses in Soltau Tageseinnahmen von mehr als 1500 Euro gestohlen. Anschließend war er in Untersuchungshaft genommen worden.

Der 49-Jährige hatte, wie berichtet, bereits zum Zeitpunkt der Verhandlung im vergangenen Sommer 17 Jahre seines Lebens in Gefängnissen verbracht. 2011 war er lediglich für ein dreiviertel Jahr auf freiem Fuß, bevor er laut Staatsanwaltschaft wieder begonnen haben soll, Straftaten zu begehen. In Uelzen war bereits angekündigt worden, dass den Mann vor dem Landgericht Lüneburg noch ein Sammelverfahren wegen diverser mutmaßlicher Taten erwarte. Fast täglich waren Akten aus ganz Deutschland eingetroffen, für deren Bearbeitung extra eine Ermittlungsgruppe eingesetzt worden sei.

Von Diane Baatani

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