Tanzen für den Weltrekord: Mehr als 200 Teilnehmer beim Flashmob in Uelzen

48 000 Mal Cha-Cha-Cha

210 Uelzener und Lüchower tanzten den Cha-Cha-Cha: Bei dem Flashmob bewegten sie sich nicht nur für den internationalen Weltrekord, sondern auch für den guten Zweck. Der Erlös der Startgelder wird der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ gespendet. Foto: Huchthausen

Uelzen. „Ladys and Gentlemen, please start now!” Mit diesen Worten, europaweit vom Kommentator aus Leverkusen per Internet-Live-Stream eingespielt, wurde es auch für 210 Teilnehmer der Tanzschule Krüger aus Uelzen und Lüchow ernst:

Es galt, sechs Minuten lang eine eigens eingeübte Choreografie im Cha-Cha-Cha, einem Tanz aus der Gruppe der lateinamerikanischen Tänze, fehlerfrei durchzutanzen.

Dabei durfte buchstäblich niemand „aus der Reihe tanzen“, denn der Abstand zum Nachbarn war gering, der kleinste Fehler hätte Auswirkungen auf die gesamte Gruppe. Die Tanzpaare der Tanzschule Krüger meisterten diese Aufgabe mit Bravour und tanzten fehlerfrei, gemeinsam und zeitgleich mit Tanzpaaren überall auf der Welt. Als Belohnung gab es für jeden einzelnen Teilnehmer eine speziell ausgestellte Urkunde.

Der Startschuss fiel um exakt 21.24 Uhr. Selbst im sibirischen Tomsk, ungefähr 3500 Kilometer östlich von Moskau gelegen, wurde getanzt. Dort war es dank der Zeitverschiebung bereits 3.24 Uhr. Die vor Ort teilnehmende Tanzschule „Tanzende Stadt“ versuchte ihre Mitglieder mit einem Tanzmarathon ab 22 Uhr Ortszeit bei Laune zu halten.

Aufgerufen, den bestehenden Weltrekord aus dem Jahre 2007 mit seinerzeit 47795 Teilnehmern zu brechen, hatte die European Social Dance Council (ESDC). In Deutschland nahmen die Tanzschulen des Allgemeinen Deutschen Tanzlehrerverbandes (ADTV) teil, die schon 2007 maßgeblich am Erreichen des Rekordes beteiligt waren. Mit am Start war auch Thomas Karaoglou, besser bekannt als der „Checker“, der bereits in der letzten „Let´s Dance“-Staffel seine tänzerischen Qualitäten beweisen durfte.

Getanzt wurde übrigens nicht nur zum Spaß: der Erlös der Startgelder wird der RTL-Stiftung „Wir helfen Kindern“ gespendet. In der Tanzschule Krüger kam so eine Summe von 840 Euro zusammen, die von Inhaber Jens Bode auf 1000 Euro aufgestockt wurde.

Ob der Weltrekord tatsächlich geknackt wurde, stand bis Redaktionsschluss noch nicht fest, da die schriftliche Auswertung noch einige Zeit erfordert.

Von Oliver Huchthausen

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