Feuerwehr-Einsatz im Böh

47-Jähriger gesteht Brandstiftungen in Uelzens Obdachlosenunterkunft

Feuerwehreinsatz auf dem Gelände der Obdachlosenunterkunft Uelzen.
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Im Böh musste unter anderem ein Feuer in einem Lagerschuppen gelöscht werden.
  • Norman Reuter
    VonNorman Reuter
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Der nach Bränden in der Obdachlosen-Unterkunft festgenommene 47-Jährige zeigt sich geständig. Er räumte ein, Feuer gelegt zu haben. Ein Richter erließ gegen ihn einen Haftbefehl, informiert die Polizei.

Uelzen – Nach einem Feuer im zweiten Obergeschoss eines Wohnhauses an der Straße „Am Hölzernen Schlüssel“ werden Brandermittler der Polizei noch ein weiteres Mal die Brandstelle besichtigen. Das berichtet Polizeisprecher Kai Richter. Aktuell könne eine vorsätzliche Brandstiftung ausgeschlossen werden. Es gehe mehr in Richtung technischer Defekt, sagte er. Aber die weiteren Untersuchungen sollen endgültig Aufschluss geben.

Am Dienstag waren gegen 17 Uhr Feuerwehrkräfte zu dem Wohnhaus geeilt. Aus den Fenstern des zweiten Obergeschosses schlugen Flammen. Über die Drehleiter und mithilfe von Atemschutzgeräteträgern wurde der Brand bekämpft, dabei konnte ein direkt an der Straße stehender Hydrant genutzt werden.

Nach Angaben Richters ist die betroffene Etage zurzeit nicht bewohnbar. Es sei durch das Feuer zu einem erheblichen Sachschaden gekommen.

Am Dienstag brannte es nicht nur „Am Hölzernen Schlüssel“, sondern auch auf dem Gelände der Uelzener Obdachlosen-Unterkunft „Im Böh“. An drei Stellen war Feuer gelegt worden: in einem Mülleimer im Waschraum, in einer Mülltonne auf dem Außengelände und in einem Lagerschuppen, der nur wenige Meter von einem Gebäude steht, in dem Bewohner der Unterkunft leben.

Inzwischen hat ein 47-Jähriger die Brandstiftung eingeräumt. Der Mann, der in der Unterkunft lebte, war noch während des Feuerwehr-Einsatzes von der Polizei befragt und anschließend festgenommen worden. Er soll auch für Feuer am Spottweg in Uelzen verantwortlich sein. Nach Polizei-Angaben hat der Haftrichter einen Haftbefehl gegen den 47-Jährigen erlassen.

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