Geldbörsen und hohe Geldsummen gestohlen: Schöffengericht verurteilt Angeklagten zu Freiheitsstrafe

35-Jähriger beklaut Ärzte und Patienten

Uelzen. Geldbörsen mit Bankkarten und Bargeld in Höhe von mehr als 1000 Euro hat ein drogenabhängiger 35-Jähriger in Krankenhäusern in Uelzen, Bad Bevensen und anderen Städten gestohlen.

Gestern verurteilte ihn das Uelzener Schöffengericht deshalb zu zwei Freiheitsstrafen von neun Monaten und von zwei Jahren und fünf Monaten.

17 Fälle zwischen Juli 2012 und Februar 2013 hatte die Staatsanwaltschaft Lüneburg dem Mann vorgeworfen, der sich bereits wegen des Erwerbs von Kokain und des Besitzes von Heroin im Gefängnis befindet. So entwendete er im Herz- und Gefäßzentrum in Bad Bevensen aus Arztzimmern verschiedener Stationen Geldbörsen mit EC-Karten, Bargeld und Handys. In der Caduceus-Klinik in Bad Bevensen stahl er ebenfalls Portmonees von Medizinern und Patienten, fündig wurde er ebenfalls im Klinikum Uelzen und in einem Krankenhaus in Hamburg.

Diese Vorwürfe räumte der 35-Jährige teilweise ein, an andere konnte er sich nicht erinnern, vermutete aber, dass die Staatsanwaltschaft Recht haben könnte. Dass er auch in Kliniken in Oberhausen, Mühlheim, Braunschweig, Verden und Gifhorn sein Unwesen getrieben haben soll, sei jedoch nicht wahr. Somit lehnte er ab, für den Diebstahl einer Rolex-Imitat-Uhr und diverser weiterer Handys sowie Schmuck verantwortlich zu sein. „In Hamburg und hier in Uelzen gibt es mehrere Personen, die so etwas machen“, erklärte er. Bekannte hätten ihm gestohlene Ware gegeben, die er bei einem Szenetreff in Hamburg in Drogen habe umtauschen wollen.

Da diese Fälle keinen großen Einfluss auf die Höhe der Gesamtstrafen gehabt hätten, die aus vorangegangenen Urteilen und dem aktuellen gebildet wurden, wurden diese Verfahren eingestellt. Verurteilt wurde der 35-Jährige somit für acht besonders schwere Fälle von Diebstahl. Dem Angeklagten wurde positiv ausgelegt, dass er mit einem Geständnis dem Gericht eine umfangreiche Beweisaufnahme erspart habe. Die Beteiligten waren sich zudem einig, dass einbezogen werden müsste, dass der Angeklagte die Taten unter dem Einfluss von Drogen ausgeübt habe.

Von Diane Baatani

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