Taxiunternehmer muss nach Angriff auf 57-Jährigen zahlen

3000 Euro Schmerzensgeld

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Uelzen. Das Amtsgericht Uelzen hat mittlerweile im zweiten Anlauf einen 34-jährigen Taxiunternehmer nach einer Schlägerei zu Schadenersatz verurteilt. Er hatte im März 2012 einen 57-Jährigen nach einem Autounfall zusammengeschlagen.

Für die Tat sollte er schon laut eines Urteils im Herbst 3000 Euro Schmerzensgeld zahlen, dagegen legte er aber Einspruch ein. Das zivilrechtliche Verfahren wurde also erneut aufgerollt – das Ergebnis blieb. 3000 Euro Schmerzensgeld muss der Taxiunternehmen zahlen. Außerdem muss der Verurteilte noch 459 Euro Ersatz zahlen, um für den Ausfall des Geschädigten im Haushalt aufzukommen. Er hatte sich zwei Wochen lang kaum bewegen können, wie er bei einer vergangenen Verhandlung übereinstimmend mit Zeugen erklärte.

Bei der Schlägerei im März 2012 hatte es zunächst einen Auffahrunfall gegeben. Daraufhin stiegen laut Zeugen beide Personen aus, der 34-jährige schlug und trat auf den 57-Jährigen ein, fuhr dann davon. Das sah das Amtsgericht bei einem vergangenen strafrechtlichenProzess als erwiesen an. Bei der zivilrechtlichen Verhandlung um das Schmerzensgeld wurden nun erneut Zeugen gehört. Der Taxiunternehmer hatte erklärt, er sei durch Gesten beleidigt worden und habe sich, nachdem beide ausgestiegen waren, verteidigen wollen. Der Kläger berichtete wiederholt von den Schlägen und Tritten, bot in der Gerichtsverhandlung an, seinen ausgeschlagenen Zahn vorzuzeigen.

Wenn der Verurteilte innerhalb von vier Wochen Berufung einlegt, geht der Fall an das Landgericht in Lüneburg.

Von Kai Hasse

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