Hansestadt Uelzen realisiert Kreisverkehr an der Ecke Dieterichs- und Veerßer Straße

2019 geht es beim Straßenbau rund

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Die Bushaltestellen am Rathaus werden im Anschluss an den Bau des Kreisverkehrs umgestaltet. Die Arbeiten sind für 2020 vorgesehen. Für zusätzliche Buslinien braucht es mehr Haltestellen.

Uelzen. Das Jahr 2019 steht vor der Tür – mit ihm Bautätigkeit in Uelzens Straßen. Nach Jahren der politischen Beratungen und Planungen realisiert die Hansestadt Uelzen den Kreisverkehr an der Ecke Dieterichs- und Veerßer Straße.

Zudem müssen Fußgänger, wenn sie im Bereich der Hoefftstraße unterwegs sind und die Ringstraße queren, nicht mehr länger auf die Fahrbahn ausweichen. Die marode Fußgängerbrücke an der Hoefftstraße wird im Frühjahr saniert. Seit mehr als drei Jahre ist sie bereits gesperrt.

Die Verkehrsführung an der Dieterichstraße soll mit dem Kreisverkehr auch klarer werden.

In den ersten Monaten des neuen Jahres werden noch die detaillierten Pläne für den Bau des Kreisverkehrs in Uelzens Süd-Westen erstellt, wie Karsten Scheele-Krogull, Stadtbaurat von Uelzen, berichtet. Sobald diese fertiggestellt seien, sei der Baubeginn vorgesehen. Etwa 1,2 Millionen Euro werde die Stadt investieren.

Geld, das aus Sicht von Uelzens Ordnungshütern gut investiert ist; mit dem Kreisverkehr wird auch die Verkehrsführung am Marktcenter entschärft, die die Polizei als nicht tragbar empfindet. Autos stauen sich, Passanten queren die Fahrbahn, ohne zu gucken.

Nach den ersten Überlegungen wird das Auffahren und Verlassen des Marktcenter-Geländes im Bereich der Veerßer Straße nur noch als Rechtsabbieger möglich sein. Wer also in Richtung Veerßen will, wird zunächst in den neuen Kreisverkehr geführt und muss ihn einmal umrunden.

An der Ecke Dieterichs- und Veerßer Straße wird zugleich eine klarere Verkehrsführung geschaffen. Eine dort einst installierte Ampel ist seit Jahren nicht mehr im Einsatz; es gelten binnen weniger Meter unterschiedliche Vorfahrtsregelungen. Verkehrsteilnehmer sind verunsichert.

In den zurückliegenden Jahren war die Kreisellösung mehrfach diskutiert worden, die ersten Überlegungen reichen bis in das Jahr 2012 zurück. Varianten wurden aus Kostengründen verworfen oder weil die Politik wenig gefallen an ihnen fand. Nun also der Baustart im kommenden Jahr. Die Bagger werden in diesem Bereich aber auch noch 2020 rollen. Wie Karsten Scheele-Krogull schildert, werden in einer weiteren Bauphase die Bushaltestellen am Uelzener Rathaus umgestaltet. Es muss dort mehr Platz geschaffen werden. Wie berichtet, soll das Busliniennetz erweitert werden. Dafür brauche es ausreichend Haltestellen am Rathaus, so Uelzens Stadtbaurat.

Tausalz hat dem Beton der Fußgängerbrücke an der Hoefftstraße zugesetzt, zudem war ein Teil der Stahlbetonkonstruktion des Bauwerks durchgerostet. So wurde die Brücke im November 2015 abgesperrt. Fortan mussten Fußgänger auf die Fahrbahn ausweichen – und müssen es auch heute noch.

Knackpunkt bei einer Sanierung des Bauwerks waren die Kosten. Dabei ist das Bauwerk in seiner Größe überschaubar. Doch mehr als 200 000 Euro, so war errechnet worden, sollte eine Instandsetzung kosten. Nach einer Ausschreibung ist die Stadt nun klüger, was die Ausgaben betrifft. Die Arbeiten können für „einen deutlich geringeren Betrag“ vor- genommen werden, so Karsten Scheele-Krogull. Der Auftrag werde im Frühjahr vergeben.

Von Norman Reuter

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