2011 gibt es kein „Open R“

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Trübe Aussichten für Fans: In diesem Jahr gibt es kein Open R.

Uelzen - Von Diane Baatani. In diesem Jahr wird es in Uelzen kein Open-Air-Festival geben. Veranstalter Uli Gustävel hat mit seinen Mitarbeitern die Entscheidung getroffen, dass sie die Planungen fürs „Open R“ für 2011 nicht mehr weiter vorantreiben werden. „Die Puzzle-Teile passen einfach nicht zusammen“, sagt Gustävel. Stattdessen konzentriere sich sein Team nun auf die Planung des vierten Open-Air-Festivals für 2012.

Im November vergangenen Jahres sollte bereits der Kartenvorverkauf für den kommenden Sommer starten. Doch dann habe zehn Tage vor Beginn ein bekannter deutscher Star, an dem das ganze Uelzener Festival aufgezogen werden sollte, seine gesamte Tournee abgesagt. Somit fiel auch dessen Auftritt in Uelzen aus. Gustävel und sein Team begannen erneut, deutsche und britische Bands zusammenzustellen. Sie hatten schließlich vier Künstler zur Auswahl, erklärt er, doch beim einen passte Uelzen nicht in die Tournee-Route, beim nächsten wurde man sich mit der Gage nicht einig oder es haperte an der Bühnen-Größe. „Das heißt aber nicht, dass wir an unser Konzept nicht glauben.“

Eine Ortsbegehung und Gespräche mit Agenturen und Tourmanagern im Rahmen der Programm-Planung fürs nächste Jahr seien bereits zustande gekommen. „Ich gehe davon aus, dass wir dieses Jahr relativ früh mit dem Vorverkauf beginnen, weil die Planungen schon vorangeschritten sind“, kündigt der Initiator des „Open R“ an. Die Namen der Stars möchte er noch nicht nennen, aber „es soll schon mainstreamig bleiben“. Denn er will auch weiterhin das Publikum erreichen, das bei den vorigen drei Festivals anreiste. Die Erfahrung habe gezeigt, dass man in dieser Region Namen in der Größenordnung wie die Ärzte brauche, damit auch Fans aus Hannover oder Hamburg kommen.

„Es hat sich schon herumgesprochen, dass man hier in Uelzen gut spielen kann“, weiß Gustävel. Allerdings sei der Auftritt auf dem Albrecht-Thaer-Gelände nur sinnvoll, wenn der jeweilige Künstler nicht auch noch in den nächstgelegenen Metropolen auftrete. Aber in Großstädten müsse wesentlich kostenintensiver produziert werden, in großen Hallen und Stadien. Da sei Uelzen im Vorteil und zudem ein gut erreichbarer Standort.

In diesem Jahr müssen sich die Uelzener jedoch mit anderen Veranstaltungen am Albrecht-Thaer-Gelände zufrieden geben. Im Sommer wird es unter anderem eine Kunstmesse „Uelzen Art“ geben, im November einen Dinner-Zirkus und Ende des Jahres wieder ein Konzert mit Justus Frantz. Und im Herbst wird vielleicht Sami Deluxe in der Jabelmannhalle zu Besuch sein, der beim Festival im Jahr 2009 für gute Stimmung sorgte.

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