Rund 3000 Menschen im Kreis Uelzen sind derzeit ohne Job – Flüchtlingszahlen spielen keine große Rolle

1700 freie Azubi-Stellen in der Region

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In der Region gibt es noch 1700 unbesetzte Ausbildungsplätze – und auf dem Markt wird es in den nächsten Wochen noch viel Bewegung geben, meint die Agentur für Arbeit.

Uelzen. Die Zahl der Arbeitslosen im Landkreis Uelzen ist erneut zurückgegangen: Im März waren noch 2956 Männer und Frauen ohne Job, 169 weniger als im Vorjahr. Die Arbeitslosenquote lag bei 6,4 Prozent, vor einem Jahr belief sie sich noch auf 6,8 Prozent.

Diese Zahlen gab jetzt die Agentur für Arbeit bekannt.

Seit Jahresbeginn gab es insgesamt 2239 Arbeitslosmeldungen, das ist ein Minus von 55 im Vergleich zum März 2015.

Besonders hoch ist die Zahl der Arbeitslosen bei den Arbeitnehmern zwischen 50 und 55 Jahren, sie machen 35 Prozent aller Jobsuchenden aus. Außerdem auffällig: Rund ein Drittel der knapp 3000 Uelzener ohne Job gelten als Langzeitarbeitslose.

Die Arbeitslosigkeit folgte der saisonüblichen Entwicklung und verringerte sich im März. „Die Zahlen zeigen, dass der regionale Arbeitsmarkt eine solide Basis hat. Ein Beleg dafür ist die weiterhin hohe Arbeitskräftenachfrage im Agenturbezirk“, erläutert Jens Mathias, Geschäftsführer Operativ der Agentur für Arbeit Lüneburg-Uelzen. „Die Flüchtlingsbewegungen spiegeln sich nur bedingt in den Arbeitslosenzahlen wider.“

Der Anteil der Ausländer an den Arbeitslosen betrug im März 14,4 Prozent. Dabei befinden sich unter dieser Personengruppe nicht ausschließlich Flüchtlinge, sondern auch Ausländer, die schon länger in Deutschland leben und arbeiteten.

„Mit dem Ferienende rückt für viele junge Frauen und Männer auch der Abschluss ihrer schulischen Laufbahn immer näher. Aktuell sind noch gut 2100 Jugendliche im Agenturbezirk auf der Suche nach einer Ausbildungsstelle. Gleichzeitig sind noch mehr als 1700 Ausbildungsstellen unbesetzt“, berichtet Mathias.

Der Geschäftsführer hebt hervor, dass in den kommenden Monaten noch viel Bewegung auf dem Ausbildungsmarkt herrscht und täglich neue Ausbildungsangebote von Unternehmen eingehen. „Es lohnt sich, am Ball zu bleiben und den Kontakt zur Berufsberatung zu halten“, so sein Appell an die Jugendlichen. Unternehmen rät er, den Arbeitgeber-Service von Arbeitsagentur und Jobcenter zu nutzen.

„Auch für vermeintlich schwächere Bewerber haben wir Unterstützungsmöglichkeiten, damit eine Ausbildung erfolgreich bestritten werden kann.“

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