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16 Verkehrstote rund um Uelzen

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Von: Norman Reuter

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Ein Kreuz zum Gedenken an ein Opfer eines Verkehrsunfalls steht an der Straße.
Ein Kreuz zum Gedenken an ein Opfer eines Verkehrsunfalls steht an der Straße. © Julian Stratenschulte/dpa

Schon im August sind im Gebiet der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen so viele tödlich Verunglückte wie im gesamten Jahr 2021 zu beklagen.

Uelzen/Landkreis – Mit dem am Dienstag auf der Bundesstraße 248 bei Lübbow tödlich verunglückten Motorradfahrer (AZ berichtete) ist die Zahl der Verkehrstoten in diesem Jahr im Bereich der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen auf 16 gestiegen. Damit sind bereits im August so viele Verkehrstote zu beklagen wie im gesamten vergangenen Jahr. Wobei in zwei Fällen noch abschließend zu klären ist, ob sie der Statistik zugeschlagen werden können, weil womöglich durch gesundheitliche Probleme der Exitus schon vor dem Unfall eintrat.

Wie Andreas Dobslaw, Verkehrsexperte bei der Polizei, erklärt, seien die bisherigen schweren Verkehrsunfälle mit tödlichem Ausgang über den gesamten Inspektionsbereich verteilt. Auffällige Ursachen für die Unfälle oder auch Unfallschwerpunkte seien nicht auszumachen, sagt er.

„Wir haben nicht so etwas wie das Esterholzer Kreuz in diesem Jahr“, so Dobslaw. Die Kreuzung, an der sich zwischen Uelzen und Wieren die L270 und K17 treffen, gilt seit Jahren als Gefahrenstelle, wird nun aber durch den Bau eines Kreisverkehrs entschärft. Mit den Arbeiten sind auch Umleitungen verbunden.

Dobslaw kann der Liste der schweren Unfälle in diesem Jahr aber entnehmen, dass bei den 14 als bereits fix festgehaltenen Verkehrstoten neun bei einer Kollision mit einem Baum am Straßenrand gestorben sind. Der Verkehrsexperte hat Baumunfälle in der Vergangenheit bereits mehrfach als „Sorgenkinder“ bezeichnet und darauf hingewiesen, dass bereits bei einer Geschwindigkeit von 57 Stundenkilometern eine Kollision mit einem Baum tödlich enden kann, wenn der Wagen seitlich aufprallt. Bei der frontalen Kollision eines modernen Autos mit einem Baum sei dies bei Geschwindigkeiten von knapp 100 Stundenkilometern der Fall. „Die Zahl der Baumunfälle auch wieder in diesem Jahr treibt mich um“, so Dobslaw gegenüber der AZ.

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