Infektionen haben auch mit Ausbruch in Kita Stadensen zu tun

15 neue Corona-Fälle im Kreis Uelzen

Ein Corona-Test
+
Im Kreis Uelzen wurden 15 neue Corona-Fälle bestätigt.
  • Lars Becker
    VonLars Becker
    schließen

Die vierte Welle der Corona-Pandemie mit der hochansteckenden Delta-Variante weitet sich im Landkreis Uelzen wieder mit zunehmend rasanter Dynamik aus.

Uelzen/Landkreis – Gestern bestätigte die Kreisverwaltung 15 neue Infektionsfälle, was dazu führt, dass die 7-Tage-Inzidenz im Landkreis um 14 auf jetzt 47,6 gestiegen ist. Sechs Personen befanden sich bereits in Quarantäne, zwei werden stationär im Krankenhaus behandelt. „Auch das neuerliche Infektionsgeschehen im Landkreis ist im Wesentlichen auf Reiserückkehrer, Haushaltsmitglieder von bereits bekannten Infizierten sowie auf Nicht-Geimpfte zurückzuführen. Die Fälle verteilen sich über den gesamten Landkreis, ein Hotspot ist nicht auszumachen“, so der Landkreis.

In den vorangegangenen beiden Tagen waren zunächst 13 (Dienstag) und dann noch einmal acht (Mittwoch) weitere Neuinfektionen durch das Gesundheitsamt bestätigt worden – in Summe also 36 in nur drei Tagen. Zuletzt hatte diese Zahl konstant im untersten einstelligen Bereich oder gar bei Null gelegen.

Wie gestern berichtet, war unter anderem eine Erzieherin der Kita-Gruppe im ehemaligen Jugendzentrum in Stadensen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Drei Kita-Kinder infizierten sich ebenfalls. In diesem Zusammenhang stehen auch drei der vier weiteren Fällen in der Samtgemeinde Aue, wie der Landkreis mitteilt. Es seien allerdings nicht weiteres Personal der Einrichtung oder Kinder selbst erkrankt, sondern Personen aus deren familiärem Umfeld.

Gleich acht Neuinfektionen entfallen auf das Gebiet der Hansestadt Uelzen, drei auf die Samtgemeinde Bevensen-Ebstorf. Insgesamt handele es sich bei diesen Fällen um ein „diffuses Infektiongsgeschehen ohne einen konkreten Infektionsherd“, so Kreissprecher Martin Theine.

Was bedeutet der Anstieg von Fallzahlen und 7-Tage-Inzidenz für den Landkreis? Zunächst nichts. Denn für die Einordnung in Warnstufe 1 sieht die Corona-Verordnung vor, dass zwei von drei Leitindikatoren an fünf aufeinander folgenden Tagen erreicht sein müssen: 7-Tage-Inzidenz (zwischen 35 und 100), 7-Tage-Hospitalisierungsinzidenz (mehr als 6) und prozentuale Belegung der Intensivbetten im Land (über 5 Prozent).

Auch ohne Feststellung der Warnstufe 1 gilt aber, dass Treffen von mehr als 25 Personen sowie der Zutritt zu bestimmten Einrichtungen und Veranstaltungen und die Inanspruchnahme körpernaher Dienstleistungen auf Geimpfte, Genesene und Getestete zu beschränken sind, wenn die 7-Tage-Inzidenz mehr als 50 beträgt. Dazu fehlt jetzt nicht mehr viel...

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare