„Das ist doch Augenwischerei“

1421 Teilnehmer bei AZ-Abstimmung zur Maskenpflicht: 62 Prozent dagegen

Seit Montag darf nicht mehr ohne Maske Bus oder Bahn gefahren sowie eingekauft werden. Aber war die Einführung einer Trage-Pflicht wirklich notwendig? Die meisten Teilnehmer der AZ-Abstimmung sagen: „Nein.“
+
Seit Montag darf nicht mehr ohne Maske Bus oder Bahn gefahren sowie eingekauft werden. Aber war die Einführung einer Trage-Pflicht wirklich notwendig? Die meisten Teilnehmer der AZ-Abstimmung sagen: „Nein.“

Uelzen/Landkreis – Klare Sache bei der jüngsten AZ-Abstimmung auf Facebook: Eine eindeutige Mehrheit von 62 Prozent sieht in der Entscheidung von Bund und Ländern zur Einführung der Maskenpflicht einen unnötigen Druck der Behörden.

Lediglich 38 Prozent der Teilnehmer waren der Meinung: Die Entscheidung zur Maskenpflicht war notwendig.

Insgesamt hatten sich 1421 Facebook-Nutzer an der AZ-Abstimmung beteiligt. Wie immer war das Votum von zahlreichen Kommentaren begleitet. „Wir haben durch den Luxuswohlstand in Deutschland die Eigendisziplin verlernt“, hieß es dort unter anderem. Aber auch: „Wenn das angeordnet wird, mache ich das. Wenn alle mitmachen, profitieren wir alle davon“, wie ein weiterer Nutzer festhielt.

Denn abgestimmt worden war nicht über Sinn oder Unsinn von Mund-Nasen-Masken, sondern darüber, ob es erforderlich war, eine – bei Verstoß mit Bußgeld belegte – Pflicht zu erlassen. „Augenwischerei, die Maskenpflicht hätte gleich von Anfang an kommen müssen“, lautete eine weitere Einschätzung. Eine andere Anmerkung: „Die Regierung hätte dafür sorgen müssen, dass auch genug Masken zur Verfügung stehen.“

Und auch eine praktische Erkenntnis wurde weitergegeben: „Mir ist aufgefallen, dass viele Menschen sich ins Gesicht fassen, um ihre Maske zurechtzurücken.“ Konsens herrschte hingegen, was den Sinn der Mund-Nasen-Masken angeht, die seit gestern beim Einkaufen und in öffentlichen Verkehrsmitteln getragen werden müssen: Es gehe nicht um den eigenen Schutz, sondern darum, sein Gegenüber vor Erregern zu schützen, deren Träger man selbst sein könnte. Das müsse nicht zwangsläufig das Coronavirus sein. Auch ein Schutz vor anderen Krankheiten sei derzeit wichtig, um seine Mitmenschen nicht unnötig zu schwächen.

VON MICHAEL MICHALZIK

Das könnte Sie auch interessieren

Mehr zum Thema

Kommentare