Selbst ist die Dorfgemeinschaft

1400 Euro gespart: Kirchweyher bauen Rundbank in Eigenregie

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Anstatt das Ortsratsbudget aufzubrauchen, hat die Seniorengruppe in Kirchweyhe die Rundbank für das Rondell im Neubaugebiet Westerfeld kurzerhand selbst gebaut. Das freut auch die Anlieger.

Uelzen-Kirchweyhe – 2000 Euro beträgt das Budget, das die Hansestadt Uelzen dem Ortsrat in Kirch- und Westerweyhe jedes Jahr zur freien Verfügung stellt, um kleinere Anschaffungen für die beiden Ortsteile zu machen.

Als es nun um eine Rundbank für das Rondell im Neubaugebiet Westerfeld in Kirchweyhe ging, wäre mit Kosten in Höhe von 1800 Euro das Budget auf einen Schlag fast aufgebraucht gewesen.

Aber nicht bei den Kirchweyhern: Sie haben die Bank kurzerhand selbst gebaut. Die Materialkosten: nicht einmal 400 Euro. Möglich gemacht hat das die Seniorengruppe in Kirchweyhe, deren 40 Mitglieder ihren Ort regelmäßig mit kleinen Dingen schöner machen.

Bereits auf dem Friedhof haben sie eine Rundbank gebaut. „Da hat mich Karl-Heinz Günther gefragt, ob wir für die beiden Rondelle nicht auch so eine Bank bauen können“, erzählt Jürgen Wenzel von der Seniorengruppe während der Einweihung der Bank.

Der Bürgermeister von Kirch- und Westerweyhe hatte zuerst bei der Stadt Uelzen angefragt. Die hat ihm ein entsprechendes Angebot für eine sechseckige Holzbank gemacht. 1800 Euro sollte sie kosten. „Und da war das Fundament noch gar nicht enthalten“, erklärt Karl-Heinz Günther. Umso dankbarer ist er der Seniorengruppe, die sich bereiterklärte, eine Rundbank zu bauen – und die ist sogar achteckig. Materialbeschaffung, Bau und Aufstellen der Bank sowie die Verankerung im Boden mit Beton – 101 Arbeitsstunden hat die Seniorengruppe dafür investiert.

So konnten 1400 Euro eingespart werden, doch der Zusammenhalt und Einsatz der Kirchweyher ist für den Ortsbürgermeister unbezahlbar: „Das Für- und Miteinander wird hier in Kirchweyhe noch gelebt.“ Das wissen nun auch die Anwohner im Neubaugebiet, die gleich mal Probe auf ihrer neuen Bank gesessen haben und sie nun als zentralen Treffpunkt nutzen.

Die Stadt hat in die Mitte des Rondells einen Apfelbaum gepflanzt, sodass sich die Anwohner auch bald über frisches Obst freuen dürfen. Und mit etwas Glück bekommt vielleicht auch das zweite Rondell bald eine Rundbank.

VON SANDRA HACKENBERG

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