Spiritualität – von Gebet bis Meditation

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Die Meditation ist eine von mehreren Ausdrucksweisen der Spiritualität. Ziel ist es, sich zu sammeln, vom Alltag loszulassen und den Geist zu schulen.

Viele Menschen glauben an eine höhere Macht, streben nach Erkenntnis und wünschen sich Antworten auf ihre Fragen. Diese finden manche im Gebet, in der Meditation oder beim Pilgern. Erfahren Sie mehr über Spiritualität und wie Sie sie im Alltag leben können.

Menschen streben seit jeher nach Erklärungen auf Fragen, die sie im Innersten bewegen: Was ist der Sinn des Lebens? Wie komme ich Gott näher? Was passiert nach dem Tod?  Gerade in einer Zeit, die von Unsicherheit, Schnelllebigkeit und Krisen geprägt ist, sehnen sie sich nach klaren Antworten und wenden sich der Spiritualität zu.

Das Phänomen ist in allen Religionen zu finden, doch auch Agnostiker und Atheisten können spirituell sein. Was sie alle eint, ist das Streben nach einer höheren Wahrheit, nach Transzendenz, nach Erkenntnis. Spiritualität ist nicht nur eine Denkweise, sondern auch in der Praxis umsetzbar – mithilfe von verschiedenen Übungen und Verhaltensweisen.

Gebet: Zwiegespräch mit einem höheren Wesen

Die meisten Religionen kennen das Gebet. Es gehört zu den am häufigsten praktizierten spirituellen Übungen. Ob man nun zu einem Gott, mehreren Gottheiten oder einer unbekannten höheren Macht betet, bleibt jedem selbst überlassen. Wichtig ist nur, dass der Betende durch diese besondere Form der Kommunikation an Kraft und Erkenntnis gewinnt und sich geborgen und angenommen fühlt. Gebete können zum Beispiel stärken, motivieren, erleichtern oder beruhigen. Nicht umsonst finden viele Menschen in Krisenzeiten Zuflucht im Gebet.

Meditation: Schulung für den Geist

Sich sammeln, in sich versinken, Stille aushalten, die Welt loslassen: Meditation ist ein wichtiges Instrument für die Schulung des Geists und für viele Menschen Ausdruck ihrer Spiritualität. Es gibt viele verschiedene Arten der Meditation. Die Konzentration kann sich zum Beispiel auf ein Bild oder Musik richten, oder aber auch auf den eigenen Atem oder bestimmte Bewegungen. Ziel ist es, die Selbstwahrnehmung zu schulen, das Bewusstsein zu erweitern und der höheren Wahrheit ein Stück näher zu kommen. Auch das überaus populäre Yoga ist eine Form der Meditation. Es wird hierzulande jedoch meistens als eine Wellness- oder Fitnesstechnik wahrgenommen. Weitere Meditationsformen sind Tai-Chi, aber auch Tanz und Gesang.

Pilgern: auf dem Weg zu sich selbst

„Ich bin dann mal weg“, schrieb Entertainer Hape Kerkeling, nachdem er auf dem Jakobsweg gepilgert war – und Tausende folgten ihm. Doch es war natürlich nicht nur der Erfolg des Buches, der das Pilgern an einen heiligen Ort immer beliebter machte. Ähnlich wie bei der Meditation geht es dabei um die Konzentration auf das Wesentliche und die Selbstwahrnehmung. Manche Menschen fühlen sich nach einer Pilgerreise wie neugeboren. Andere entdecken den Sinn des Lebens neu oder wieder. Im Islam gehört die Pilgerfahrt nach Mekka, die sogenannte Haddsch, zu den fünf Grundpflichten und ist für die Gläubigen ein spirituelles Erlebnis der besonderen Art.

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