Schostok skizziert Politik nach Wahlsieg auf Landesebene

SPD-Regierung baut A 39 weiter

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Uelzen. Um keine Missverstände aufkommen zu lassen, wiederholte Stefan Schostok sein Statement mit Nachdruck: „Wenn wir im Januar 2013 die Landtagswahl in Niedersachsen gewinnen, werden wir alle geplanten und sich in Bau befindlichen Infrastrukturprojekte weiter vorantreiben.

Stefan Schostok

Dazu gehören auch die A 20, die A 22 und selbstverständlich die A 39. “ Ganz dem Titel der SPD-Veranstaltung „Zukunftsdialog Arbeit und Wirtschaft“ angelehnt, spielte Michael Zeinert (Hauptgeschäftsführer der Industrie- und Handelskammer Lüneburg-Wolfsburg) am Mittwochabend in der Stadthalle Uelzen dem sozialdemokratischen Fraktionschef im Niedersächsischen Landtag den soeben geworfenen Ball zurück: „Und wie gehen Sie, Herr Schostok, mit einer Aussage der grünen Landtagsabgeordneten Miriam Staudte um, mit ,Grünen in der Landesregierung gibt es keinen neuen Autobahnkilometer in Niedersachsen?!’“ Schostok straffte seinen Oberkörper, blickte spitzbübisch hoch und formulierte deutlich: „Ich gehe fest davon aus, dass die SPD wesentlich mehr Prozente bekommt und damit klar stärker als die Grünen sein wird. “ Parteigenosse Otto Lukat erwies sich als treuer Mitstreiter: „Die A 39 ist das beste Konjunkturprogramm für die Region. “ Worte, die der IHK-Hauptgeschäftsführer mit sichtlichem Wohlwollen aufnahm. Und nicht nur hinsichtlich des A-39-Plädoyers – Michael Zeinert äußerte sich „sehr zufrieden“ mit dem von der SPD angestoßenen Dialog. „Wir möchten alle mitnehmen – ob Unternehmen, Verbände, Gewerkschaften, Fachhochschulen und Unis“, erläuterte Silvia Meier, SPD-Landtagskandidat für den hiesigen Wahlkreis, den Weg ihrer Partei hin zum Wahl- und Regierungsprogramm. So waren neben dem IHK-Vertreter auch Uelzens Klinik-Chef Franz Caesar, Bernd Passier (Vorsitzender der Agentur für Arbeit im Bereich Uelzen-Lüneburg) und Jürgen Roglin (Kreisvorsitzender des Deutschen Gewerkschaftsbundes) beim Dialoggespräch mit von der Partie. Beim Stichwort „Mitnehmen“ schlug Stefan Schostok den zweiten politischen Pflock des Abends ein: „Für eine eher strukturschwächere Region mit den Landkreisen Lüchow-Dannenberg, Uelzen und auch Teilen von Lüneburg werden wir als Landesregierung eigene Entwicklungsprogramme auflegen. Durch einen Ansprechpartner wird die Landespolitik dabei mit einem Ansprechpartner vor vor Ort vertreten sein. “ Es gehe dabei nicht um Fusionen oder die Wiedereinführung der alten Bezirksregierung durch die Hintertür, sondern um eine interkommunale Zusammenarbeit auf Augenhöhe.

Schostok ergänzte: „Wie ein ,Bevollmächtigter’ der Landesregierung vor Ort wirken kann und soll, wird unser SPD-Ministerpräsident-Kandidat Stephan Weil im September konkret bekanntgeben.“

Von Andreas Becker

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