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Uelzen: B 4 laut Verkehrsexperte überlastet - „Situation ist grenzwertig“

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Von: Lars Lohmann

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Durch den Unfall entstanden Staus,.
Am Dienstag staute sich der Verkehr auf der B 4 nach einem tödlichen Verkehrsunfall in beide Richtungen – in Richtung Uelzen sogar auf 15 Kilometer. © Lars Becker

Das Verkehrsaufkommen auf der B 4 von Lüneburg über das Uelzener Kreisgebiet bis zum Landkreis Gifhorn bereitet der Polizei zunehmend Sorgen. „Die Situation ist grenzwertig“, sagt Andreas Dobslaw, der Verkehrsexperte der Polizeiinspektion Lüneburg/Lüchow-Dannenberg/Uelzen.

Landkreis Uelzen - Der Satz fiel bei der Vorstellung der Unfallstatistik für den Landkreis für das Jahr 2021 am Dienstag – noch bevor der tödliche Verkehrsunfall zwischen dem Kreisel am Ortsausgang Uelzen und Emmendorf am gleichen Tag diese Aussage noch einmal tragisch untermauerte.

Daher wird die gesamte B 4 weiterhin ein Schwerpunkt für Geschwindigkeitskontrollen und andere Maßnahmen der Polizei sein, kündigte er an. So habe man im Raum des Suderburger Kreisels bereits einzelne Dinge angestoßen und umgesetzt. „Wir haben die ganze B 4 genau im Blick“, sagt der Verkehrsexperte. Ein Wunsch seinerseits sei für die B 4 zudem „Section Control“, also die Geschwindigkeitsmessung auf einem längeren Streckenabschnitt.

Die Gesamtsituation auf der B 4 werde sich laut Dobslaw aber in nächster Zeit eher nicht entspannen. „Das Problem löst sich erst auf, wenn wir eine Autobahn haben oder die Strecke durchgängig auf 2+1 ausgebaut ist“, sagt er. Außerdem sei damit zu rechnen, dass der Verkehr sogar noch zunehmen werde, da nach zwei Jahren Corona-Pandemie wieder deutlich mehr Kraftfahrzeuge unterwegs seien.

Die Auswirkungen der Einführung von Tempo 80 und des Aufstellens der Leitpfosten auf dem Streckenabschnitt Uelzen-Lüneburg sollen dann im Herbst statistisch ausgewertet und veröffentlicht werden.

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