400 Seiten zur A 39

15000 Autobahngegner hatten Einwände gegen die A39 formuliert. Archivfoto: Rabsahl

Von Marc RathUelzen/Lüneburg. Fast 15000 Unterschriften mit Einwänden hat es geben. 400 Seiten stark sind die Unterlagen mit deren Bewertung, die in den nächsten Tagen von der Regierungsvertretung Lüneburg an die 220 Gemeinden und Träger der öffentlichen Belange entlang des Korridors für die geplante Autobahn 39 zwischen Lüneburg und Wolfsburg versandt werden.

Für den 19. und 20. April –etwas mehr als ein Jahr nach der Eröffnung des Raumordnungsverfahrens – lädt die Regierungsvertretung die 220 Vertreter in die Uelzener Stadthalle ein. Auf der nichtöffentlichen Beratung wird die Landesstraßenbauverwaltung an den beiden Tagen ihre Stellungnahme zu den Einwänden vorstellen.

Dort sollen dann auch "letzte Fragen geklärt werden", sagte Holger Manthey, der bei der Regierungsvertretung das Raumordnungsverfahren koordiniert. Zu dem Termin sind auch die öffentlich anerkannten Naturschutzverbände und der Dachverband der Autobahngegner eingeladen.

Es werde nach Auswertung der Unterlagen "in großen Zügen" bei der bereits vorgestellten Vorzugsvariante bleiben, erklärte Manthey auf AZ-Anfrage. Die Erkenntnisse aus der Anhörung werden in den Abschlussbericht einfließen, der nach Mantheys Schätzungen im Juni fertig wird. Noch in diesem Jahr erwartet der Koordinator der Regierungsvertretung, dass das Bundesverkehrsministerium die Linienbestimmung für das Straßenbauprojekt vornimmt. Auf der Basis werden dann die Unterlagen für das Planfeststellungsverfahren vorbereitet. Mit dessen Beginn rechnet Manthey nicht vor Mitte 2009.

Unterdessen laden die Autobahngegner heute Abend nach Lüneburg zu einer öffentlichen Diskussion in den Hörsaal 5 der Universität ein. Um 19.30 Uhr geht es unter dem Motto "Neue Autobahnen und Klimaschutz passen nicht zueinander" um alternative Verkehrskonzepte.

Erschienen: 23.03.2007: AZ / amz / Seite:1

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