Sein Blick . . .

.  .  .   ist schon reichlich genervt. „Müssen wir da jetzt wirklich auch noch reingehen?“, fragt der Mittfünfziger und blickt seine Ehefrau fast flehend an.

Ja, er muss, hat seine bessere Hälfte entschieden – und so schleppt sie ihn in ein weiteres Geschäft mit Kunsthandwerk und Deko-Artikeln fürs nahe Weihnachtsfest. Doch in den Augen ihres Gatten sind Mini-Krippen aus Holz, güldene Sterne aus Krepp-Papier und kleine Filz-Engel nichts als Kitsch. Er würde viel lieber zu Hause die Bundesliga-Konferenz im Radio hören oder sich in seinem Hobbykeller austoben. Jedenfalls spricht sein Gesicht Bände. Dagegen fiebert seine Frau der Adventszeit schon entgegen. Endlich zwischen den Verkaufsbuden mit Kunsthandwerk entlangschlendern, den Weihnachtsduft förmlich einsaugen, sich auf das Fest freuen. Die Lösung diese ehelichen Interessengegensatzes ist eigentlich ganz einfach: Warum werden Weihnachtsmärkte nicht einfach in einen Bereich für Frauen und einen für Männer aufgeteilt? Während die Damen nach hübschen Deko-Objekten Ausschau halten können, werden in der „Männerhütte“ Aufzeichnungen von Fußball-WM-Endspielen und Champions-League-Klassikern gezeigt. Damit wäre doch beiden Geschlechtern gedient und alle würden eine fröhliche Adventszeit verbringen, findet der.

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