Der Segen des Herrn

Der Herr segne dich und behüte dich! (4 Mo 6,24) Segen oder Fluch, das ist die Frage und ein großer Unterschied. Das eine bringt „Glück“, das andere beschert „Unglück“. Bei aller Oberflächlichkeit und Schnell- lebigkeit der heutigen Gesellschaft strebt doch der heutige Mensch das Glück an und versucht, das Unglück zu vermeiden.

Ja, ich gehe davon aus, dass es jeder Mensch gut meint, zumindest mit sich selber. Oberflächlichkeit und Egoismus sind jedoch keine Wegbereiter des Glücks, nicht des wahren Glücks. Dieses wahre Glück kann nur tiefgründig und gemeinschaftlich erfahren werden. Der oberflächliche Mensch bleibt bei der Welt der sichtbaren Dinge – bleibt dem Materiellen verhaftet und in sich selbst verstrickt. Selbst der Nichtchrist kennt den Spruch: Der Mensch ist ein Rudeltier. Die Bibel meint es so: Wir sind zur Gemeinschaft, zum Miteinander bestimmt. Einer trage des anderen Last. Vielleicht eine Grundvoraussetzung, um Segen zu erleben? Ein Abend der diesjährige Allianz-Gebetswoche hat die Überschrift: „Gemeinsam beten und dienen bleibt nicht ohne Folgen“. Diese Folge ist etwas Gutes, etwas Segensreiches. Der „aaronitische Segen“, aus dem der obige Bibelvers stammt, besteht eigentlich aus drei Sätzen: „Der Herr segne und behüte dich! Der Herr lasse sein Angesicht über dir leuchten und sei dir gnädig! Der Herr erhebe sein Angesicht auf dich und gebe dir Frieden!“ Wie deutlich es dieser schöne Segen ausspricht: Der Herr, der Herr, der Herr. Sprachlich wäre diese Dreiheit nicht nötig, also geht es ums Inhaltliche: Es ist der Herr, der segnet. Von ihm kommt der Segen. Segen ist eine Kraft, und am besten und reinsten strömt sie aus der ursprünglichsten Kraftquelle: aus Gott. Menschen dürfen diesen Segen weiterleiten, er stammt aber von Gott, darum ist er wirksam. Ich meine, dass wir immense Kräfte freisetzen können, wenn wir das Segnen und die Fürbitte vermehrt und intensiv pflegen. Das Gebet des Gerechten vermag viel, wenn es ernst ist, sagt die Bibel. Vielleicht glauben Sie nicht dran. Vielleicht denken Sie an Selbstbeeinflussung oder Autosuggestion. Aber seien Sie gewiss, es ist weit mehr als das. Der Herr segne und behüte Sie auf all ihren Wegen, die sie in 2011 beschreiten, das wünsche ich Ihnen von ganzen Herzen. Jörg Theissen ist Pastor der Freien Christengemeinde Kraftstrom in Uelzen. Das Wort zum Sonntag finden Sie auch im Internet unter az-online/kolumnen.de

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