Der Schrei nach Leben

Der Schrei nach Leben: Wie neugeborene Babies lauthals ihre Bedürfnisse für ihr Leben herausschreien und dann liebevoll von den Eltern versorgt werden, so hat dieser Sonntag nach dem Auferstehungsfest unseres Herrn Jesus Christus seinen Namen: „Quasimodogeniti“ – „Wie die neugeborenen Kinder nach Milch, so verlangt nach dem unverfälschten Wort Gottes“, werden wir am Sonntag eingeladen, uns mit unseren Lebensbedürfnissen an unseren lebendigen Herrn zu wenden, der für uns den Tod besiegt hat.

ER kann uns aus allen Todeserfahrungen unseres Lebens herausführen, und begleitet uns durch seine Worte ind er Bibel und das Abendmahl auf den Weg ins ewige Leben. Eine feste Zusage Gottes, die uns mutig, getrost und fröhlich unser Leben anpacken lässt. .

Diese kräftigen Zusagen für unser Leben brauchen wir alle immer wieder, besonders aber auch die Konfirmanden / innen, die in diesen Wochen in unseren Gemeinden konfirmiert werden – eben festgemacht (=konfirmiert) bei Gott. Bei allem ihrem Eigenständigwerden, wo Leben, Glauben und eigene Gaben verantwortlich gestaltet werden wollen, bei allen Versuchen, in Erfolg und Niederlagen, bei allem Loslassen müssen und neugierigem Risiko eingehen und dem Aufbruch zu neuen Ufern, dass zum erwachsenen Leben gehört, dürfen sie wissen, dass der lebendige Herr Jesus Christus mit ihnen geht. Selbst da, wo eigene Kräfte nicht reichen, hält Gott noch Schritte des Lebens für uns bereit, Wege und Möglichkeiten, die über unsere Begrenztheiten hinaus gehen, eben bis in seine Ewigkeit. Diesen Segen und diese Verheißungen Gottes wünschen wir ihnen.

Und dass dieses tragfähig ist und Leben gelingen lässt, höre ich immer wieder, wenn wir an diesem Sonntag auch die goldenen Konfirmationsjubiläen in unserer Gemeinde feiern. Die „ehemaligen“ Konfirmanden kommen dann aus allen Richtungen und Ländern wieder einmal zusammen und teilen und bereichern sich mit dem, was sie erlebt haben. Oft sehr fröhlich und fast immer dankbar berichten sie, wie Gott für sie erfahrbar war, ihnen Leben und Glauben gelingen ließ, und die Schreie nach Leben gehört und erfüllt hat. Lassen sie uns das im Gottesdienst feiern. Ich freue mich darauf.

Robert Mogwitz ist Pastor der Selbständigen Evangelisch-Lutherischen Kirche. Das Wort zum Sonntag finden Sie auch unter az-online.de/lokales/kolumnen

Von Robert Mogwitz

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare